Lenzing Aktie: B&C sichert sich 9,65 Millionen Bezugsrechte
Berenberg senkte das Kursziel auf 17 Euro; Lenzing strebt mit neuen Aktien rund 300 Millionen Euro Bruttoerlös an.

Kurz zusammengefasst
- NN Group senkt Anteil auf 2,54 Prozent
- Berenberg stuft Lenzing auf Hold herab
- 34.756.362 neue Aktien vorgesehen
- Bezugsfrist läuft bis 20. Oktober 2026
Die Zeichnungsfrist für die neuen Lenzing-Papiere ist am Dienstag wie geplant angelaufen. Parallel zum Start des Bezugsfensters zeichnen sich deutliche Bewegungen im Kreis der Anteilseigner ab. Am gestrigen Mittwoch veröffentlichte das Unternehmen eine weitere Stimmrechtsmitteilung, nachdem bereits zu Wochenbeginn Transaktionen von Großaktionären gemeldet wurden.
Am Montag teilte die B&C KB Holding den Erhalt von 9.654.547 Bezugsrechten im Rahmen der Barkapitalerhöhung mit. Die Pflichtmeldung erfolgte über den Aufsichtsrat Patrick Lackenbucher als Person in enger Beziehung. Die Kernaktionäre sichern den Vollzug der Maßnahme ab: Die B&C-Gruppe und Suzano sagten anteilige Zeichnungen zu, wobei Suzano Bezugsrechte für 1.757.754 Aktien an eine B&C-Gesellschaft überträgt.
Verändertes Stimmrechtsgefüge und Analystenreaktion
Gleichzeitig haben andere institutionelle Adressen ihr Engagement zurückgefahren. Die niederländische NN Group meldete eine Verringerung ihrer Stimmrechtsposition von zuvor 6,27 Prozent auf 2,54 Prozent, wobei der Schwellenübertritt auf den vergangenen Freitag datiert.
Auch auf Analystenseite zog der Schritt Neubewertungen nach sich. Die Privatbank Berenberg stufte Lenzing am 2. Oktober von „Buy“ auf „Hold“ herab. Das Institut senkte das Kursziel von zuvor EUR 29,50 auf EUR 17.
Konditionen der Barkapitalerhöhung
Die Maßnahme selbst war vor gut einer Woche gestartet, seither verzeichnete das Papier ein Minus von 12,0 Prozent. Die vollständig garantierte Bezugsrechtskapitalerhöhung umfasst die Ausgabe von 34.756.362 neuen Aktien. Bei einem Ausgabepreis von EUR 8,65 je Anteilsschein strebt das Management einen Bruttoerlös von rund EUR 300 Millionen an.
Altaktionäre können ihre Anteile im Bezugsverhältnis von 10:9 aufstocken. Die laufende Bezugsfrist endet am 20. Oktober 2026. Im gestrigen Handel schloss die Aktie an der Wiener Börse bei 12,60 Euro, was einem Tagesrückgang von 1,9 Prozent entspricht. Bis zum Ablauf der Frist wird sich zeigen, in welchem Umfang die freien Aktionäre von ihren Rechten Gebrauch machen oder ob die Garantiegeber zusätzliche Anteile übernehmen müssen.
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