Lenzing Aktie: Heiligenkreuz-Aufschub?
Die Kapitalmaßnahme brachte rund 301,2 Millionen Euro ein; zugleich verschiebt Lenzing das Produktionsende in Heiligenkreuz auf 2027.

Kurz zusammengefasst
- Aktienzahl steigt auf 73.374.542 Stück
- Kapitalerhöhung erzielt rund 301,2 Millionen Euro
- Bezugsangebot erreicht eine Annahmequote von 99 Prozent
- Produktionsende in Heiligenkreuz auf 2027 verschoben
Die Wiener Börse hat die Erhöhung der Lenzing-Aktienzahl gestern umgesetzt. Mit Wirkung zum Freitag kamen 34.756.362 Aktien hinzu; die Gesamtzahl beträgt damit 73.374.542 Stück. Die Änderung folgt auf die abgeschlossene Kapitalerhöhung, mit der Lenzing seine Kapitalstruktur stärken und seine Strategie finanzieren will.
Erwerbe durch Ausübung von Bezugsrechten
Medienberichten zufolge erwarb die B&C KB Holding GmbH am Donnerstag durch die Ausübung von Bezugsrechten 8.689.086 Lenzing-Aktien. Der Erwerb erfolgte außerhalb eines Handelsplatzes zu jeweils EUR 8,65. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine nahestehende Person des Lenzing-Aufsichtsratsmitglieds Patrick Lackenbucher.
Eine weitere gestern veröffentlichte Meldung betrifft Christian Skilich. Medienberichten zufolge meldete er den Erwerb von 1.710 Lenzing-Aktien, ebenfalls zu einem Preis von jeweils EUR 8,65.
Nach Angaben von Lenzing brachte die abgeschlossene Kapitalerhöhung einen Bruttoerlös von rund EUR 301,2 Mio. Im Bezugsangebot wurden 34.411.626 Aktien gezeichnet; die Annahmequote lag bei 99%.
Den Erlös will das Unternehmen für die Umsetzung seiner Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ sowie zur Stärkung der Kapitalstruktur verwenden.
Heiligenkreuz produziert länger als geplant
Eine am Donnerstag veröffentlichte Meldung betrifft den Zeitplan für die geplante Einstellung der Produktion in Heiligenkreuz. Medienberichten zufolge verschob Lenzing das Vorhaben vom Jahresende 2026 auf das Ende des ersten Quartals 2027.
Laut einem Unternehmenssprecher soll die Verzögerung den Transfer der Produktion auf andere Standorte ermöglichen und die Belieferung der Kunden sicherstellen. Am Standort Heiligenkreuz arbeiten rund 285 Beschäftigte.
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