Lenzing Aktie: Neues Jahrestief

Trotz operativer Verbesserungen durch ein Effizienzprogramm drückt eine hohe Sonderabschreibung in Indonesien das Ergebnis der Lenzing Gruppe und führt zu einem deutlichen Kursverfall.

Andreas Sommer ·
Lenzing Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
  • Hohe Abschreibung belastet Jahresbilanz
  • Effizienzprogramm steigert operatives Ergebnis
  • Weitere Stellenstreichungen für 2026 geplant

Massive Kosteneinsparungen von über 200 Millionen Euro reichen bisher nicht aus, um die fundamentale Wende einzuleiten. Eine millionenschwere Sonderbelastung am Standort Indonesien belastet die Bilanz der Lenzing Gruppe erheblich und überschattet die operativen Fortschritte des vergangenen Geschäftsjahres.

Operative Sparerfolge treffen auf Marktschwäche

Der Faserhersteller meldete für 2025 einen leichten Umsatzrückgang auf 2,6 Milliarden Euro. Niedrige Marktpreise für Fasern und Zellstoff sowie ungünstige Währungsentwicklungen drückten die Erlöse um 2,3 Prozent. Positiver verlief die Entwicklung beim bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA), das um 7,6 Prozent auf 425,6 Millionen Euro zulegte. Dieser Zuwachs ist primär auf ein striktes Effizienzprogramm zurückzuführen, durch das Lenzing im vergangenen Jahr signifikante Kosten senkte.

Allerdings wird die operative Verbesserung durch eine nicht zahlungswirksame Wertminderung nivelliert. Nach einer strategischen Überprüfung des Produktionsstandorts in Indonesien verbuchte das Unternehmen eine Abschreibung in Höhe von 82,1 Millionen Euro. Inklusive dieses Sondereffekts sank das EBIT auf 17,6 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern verharrte trotz des gestiegenen Free Cashflows im negativen Bereich.

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Kurs rutscht auf Tiefststand

Die Reaktion am Aktienmarkt fällt am Donnerstag deutlich aus. Das Papier verliert 10,73 Prozent an Wert und markiert bei 19,64 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Damit setzt sich die schwache Performance der letzten zwölf Monate fort, in denen die Aktie bereits rund 44 Prozent eingebüßt hat. Der Titel notiert zudem deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt, was den anhaltenden Abwärtstrend unterstreicht.

Fokus auf Transformation 2026

Für das laufende Jahr bleibt die Umsetzung der Strategie „Lead Transformation“ die zentrale Aufgabe des Managements. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Straffung der Organisation, die mit einem Abbau von rund 300 Stellen im Verwaltungsbereich einhergeht. Diese Maßnahme soll ab 2026 jährliche Einsparungen von über 25 Millionen Euro generieren. Ziel ist es, die Kostenstruktur weiter zu optimieren und die Profitabilität in einem volatilen Umfeld für Rohstoff- und Energiepreise nachhaltig abzusichern.

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