Lenzing Aktie: Restrukturierungs-Last überwunden?
In den ersten neun Monaten 2026 blieb das bereinigte EBITDA nahezu konstant; Restrukturierungen belasteten das unbereinigte Ergebnis.

Kurz zusammengefasst
- Bereinigtes EBITDA nahezu auf Vorjahresniveau
- Marge steigt auf 18,3 Prozent
- Umsatz gegenüber Vorjahr rückläufig
- Restrukturierungen belasten das EBITDA
Lenzing erwartet für das laufende Jahr ein bereinigtes EBITDA zwischen EUR 430 Millionen und EUR 460 Millionen. Die heute veröffentlichten Ergebnisse waren der Anlass für die positive Kursreaktion: Die Aktie steigt um 3,8%. Die Einordnung der Geschäftsentwicklung prägen ein höherer Margenwert und Belastungen durch Restrukturierungen.
Bereinigtes Ergebnis nahezu unverändert
Nach Unternehmensangaben erreichte die bereinigte EBITDA-Marge in den ersten neun Monaten 2026 einen Wert von 18,3 Prozent. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte sie bei 17,9 Prozent gelegen.
Der Umsatz belief sich in diesem Berichtszeitraum auf EUR 1.926,3 Millionen, nach EUR 1.972,0 Millionen im Vorjahr. Beim bereinigten EBITDA meldete Lenzing EUR 353,0 Millionen gegenüber EUR 352,7 Millionen. Damit lag das bereinigte Ergebnis nahezu auf Vorjahresniveau, während die Erlöse niedriger ausfielen.
Das unbereinigte EBITDA betrug EUR 316,4 Millionen. Darin enthalten waren Einmaleffekte aus Restrukturierungen von EUR 36,6 Millionen, die das Ergebnis belasteten. Die Erwartung für das Gesamtjahr bezieht sich ausdrücklich auf das bereinigte EBITDA.
Aktionärsstruktur nach der Kapitalerhöhung
Nach der vor rund zwei Wochen wirksam gewordenen Kapitalerhöhung meldete Lenzing am 29. Oktober eine aktualisierte Aktionärsstruktur. Das Syndikat aus B&C Group und Suzano hielt demnach rund 52,25 Prozent der Stimmrechte. Für Goldman Sachs Group bezifferte das Unternehmen den Anteil an Lenzing auf 5,86 Prozent.
Vor gut einer Woche meldete Lenzing zudem die neue Stimmrechtszahl. Die Gesamtzahl der Stimmrechte erhöhte sich auf 73.374.542; das neue Grundkapital betrug EUR 76.204.702,90.
Die höhere Marge von 18,3 Prozent überzeugt mich nur zum Teil: Sie entsteht, weil der Umsatz auf EUR 1.926,3 Millionen sinkt, während das bereinigte EBITDA mit EUR 353,0 Millionen praktisch stillsteht. Überzeugt bin ich erst, wenn Lenzing wieder wächst.
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