Lenzing Aktie: Suzano-Poker?
Die Barkapitalerhöhung brachte rund 301,2 Millionen Euro ein; Lenzing veröffentlicht am 5. November Zahlen zum dritten Quartal 2026.

Kurz zusammengefasst
- 34.756.362 neue Aktien ausgegeben
- Bezugsangebot mit 99 Prozent Ausübung
- B&C und Suzano halten rund 52,25 Prozent
- Quartalszahlen für den 5. November angekündigt
Lenzing gab gestern in einem schwachen Wiener Börsenumfeld um 2,5% nach. Nach Angaben von dpa-AFX belasteten steigende Öl- und Gaspreise sowie schwache internationale Technologiewerte den österreichischen Aktienmarkt. Zugleich veröffentlichte Lenzing die Gesamtzahl der Stimmrechte nach der Kapitalerhöhung: Sie liegt seit dem 22. Oktober bei 73.374.542.
Kapitalbasis und Beteiligungen nach der Kapitalerhöhung
Das Grundkapital beträgt nach Angaben des Unternehmens EUR 76.204.702,90. Die gestern veröffentlichte Pflichtmitteilung beziffert damit die Kapital- und Stimmrechtsbasis nach Abschluss der Transaktion.
Die abgeschlossene Barkapitalerhöhung brachte Lenzing einen finalen Bruttoerlös von rund EUR 301,2 Mio. Das Unternehmen gab dafür 34.756.362 neue Aktien aus. Der Ausgabepreis lag bei EUR 8,65 je Aktie.
Die Ausübungsquote im Bezugsangebot erreichte 99 %. Die nicht über Bezugsrechte gezeichneten Aktien verkauften die Konsortialbanken am Markt.
Nach Abschluss der Kapitalerhöhung hält das Syndikat aus B&C-Gruppe und Suzano S.A. weiterhin rund 52,25 Prozent der Stimmrechte, wie Lenzing mitteilte. Suzano Holding S.A. erwarb zusätzlich direkt rund 0,80 Prozent an Lenzing. Goldman Sachs Group hält 5,86 Prozent.
Auch Mitglieder des Vorstands beteiligten sich an der Bezugsrechtskapitalerhöhung: Georg Kasperkovitz und Christian Skilich erwarben Lenzing-Aktien. Oberbank übte ebenfalls Bezugsrechte aus und kaufte Aktien.
Quartalszahlen als nächster Termin
Am 5. November will Lenzing die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 veröffentlichen. Im Finanzkalender des Unternehmens ist dafür ein Zeitraum von 15:00 bis 16:00 MEZ vorgesehen.
Zum operativen Hintergrund gehört die verschobene Schließung des Standorts Heiligenkreuz. Laut ORF begründete Lenzing die Verlängerung der Produktion bis zum ersten Quartal 2027 mit dem Produktionstransfer auf andere Standorte.
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