Leonardo Aktie: Photonic Technologies bis September 2026

Leonardo startet zwei Innovationsprogramme und treibt Elektrifizierung voran, während der Aktienkurs weiter nachgibt.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung von Photonik-Technologien mit Lichtstrahlen, Glasfasern und Schaltkreismustern in einem hochtechnologischen Umfeld. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Zwei Open-Innovation-Programme gestartet
  • Fokus auf KI und photonisches Computing
  • Industriecluster in Rom geplant
  • Kurs fällt unter gleitende Durchschnitte

Während Leonardo diese Woche gleich zwei Innovationsoffensiven startet, verliert die Aktie des italienischen Rüstungskonzerns weiter an Boden. Der Kurs fiel binnen sieben Tagen um fast fünf Prozent. Ein Widerspruch, der aufhorchen lässt: Technologisch drückt Leonardo aufs Tempo, an der Börse fehlt derzeit die Anschlussfähigkeit.

Zwei Innovationsprogramme starten parallel

Am 14. Juli hat Leonardo zwei sogenannte „Open Innovation“-Programme eröffnet. Sie sollen externes Fachwissen für Zukunftstechnologien ins Unternehmen holen. Das erste Programm, „Discovering Future Technologies“, läuft unbefristet. Das zweite, „Photonic Technologies“, nimmt bis zum 15. September 2026 Bewerbungen an.

Im Fokus stehen künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechnen und photonisches Computing. Konkret sucht Leonardo nach Durchbrüchen bei neuromorphen Photodetektor-Schaltkreisen und intelligenten Flüssigkristall-Beschichtungen. Wer überzeugt, kann direkt mit dem Konzern zusammenarbeiten. Die Technologien sollen dann in Verteidigungs- und Luftfahrtplattformen der nächsten Generation einfließen.

Industriecluster in Rom nimmt Form an

Parallel dazu nahm Leonardo am 14. Juli am Aerospace Buyer-Supplier Meeting in Rom teil. Organisiert von RIAL und Lazio Innova, brachte das Treffen Branchengrößen wie Telespazio, Thales Alenia Space und Airbus mit kleineren Zulieferern zusammen.

Ziel ist der Aufbau eines regionalen Luftfahrt- und Verteidigungsclusters in der Region Latium. Für Leonardo bedeutet das eine stabilere Lieferkette im Heimatmarkt. Solche Cluster gelten in der Branche als Schlüssel, um Fertigungseffizienz zu sichern und Fachkräfte für komplexe Rüstungsprojekte zu binden.

US-Tochter DRS treibt Elektrifizierung voran

Auch die US-Tochter Leonardo DRS meldet Fortschritte. Sie entwickelt die Motorenserie PR72 mit Permanentmagnet-Technik in modularem Aufbau. Die Maschinen leisten zwischen 500 Kilowatt und 9 Megawatt, bei einem Wirkungsgrad von über 98 Prozent.

Ausgelegt ist die PR72-Serie auf eine Lebensdauer von 25 Jahren. Einsatzgebiete reichen von Schiffsantrieben über erneuerbare Energien bis zur Schwerindustrie. Der modulare Ansatz soll Kunden vor allem eines bringen: niedrigere Kosten für individuelle Konstruktionen.

Kurs bleibt unter Druck

Die Innovationsmeldungen ändern bislang wenig am Kursbild. Leonardo notiert aktuell bei 50,76 Euro, ein Minus von 22,5 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 65,50 Euro im März. Auf Monatssicht steht ein Rückgang von 3,17 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn liegt die Aktie mit 0,86 Prozent knapp im Minus.

Der Kurs notiert damit unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 51,37 Euro und dem 200-Tage-Durchschnitt von 53,31 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten bleibt dennoch ein Plus von 6,95 Prozent. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf 29,77 Milliarden Euro.

Beobachter verweisen auf eine branchenweite Debatte um Auftragsbestände im europäischen Verteidigungssektor. Einige Einschätzungen sehen Leonardo dennoch als unterbewertet an — mit Kurszielen, die zuletzt im Schnitt bei 68,33 Euro lagen. Ob die technologische Offensive bei Investoren ankommt, dürfte sich erst in den kommenden Wochen zeigen, wenn sich die Bewerbungsfrist für „Photonic Technologies“ am 15. September dem Ende nähert.

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Leonardo Aktie

50,01 EUR

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KUV 1,29
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 1,31 %
Marktkapitalisierung 28,86 Mrd. EUR
Ø Kursziel 69,41 EUR
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