Ein starkes Wochenende für Leonardo: Nach einem klaren Kursanstieg am Freitag folgt nun ein operatives Highlight im Raumfahrtgeschäft. Mit dem erfolgreichen Start eines neuen Radar-Satelliten stärkt der Konzern seine Rolle in sicherheitskritischen Anwendungen – vom Militär bis zur zivilen Erdbeobachtung. Für Anleger stellt sich damit vor allem eine Frage: Wie viel Rückenwind liefert dieser Erfolg der ohnehin schon laufenden Kursrally?
Technische Stärke nach Kurssprung
Charttechnisch präsentiert sich die Aktie in robuster Verfassung. Nach einer bereits dynamischen Aufwärtsbewegung in den vergangenen Wochen hat der Titel seinen Aufwärtstrend zuletzt noch einmal deutlich beschleunigt. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von knapp 5 %, im 30-Tage-Vergleich steht sogar ein Anstieg von rund 28 % zu Buche.
Auffällig ist, wie weit sich der Kurs inzwischen von den gleitenden Durchschnitten entfernt hat. Die Aktie notiert mehr als 20 % über dem 50- und 200-Tage-Durchschnitt – ein klares Zeichen für starken Kaufdruck, aber auch ein Hinweis auf eine kurzfristig überkaufte Situation. Das spiegelt sich im RSI von 75 wider, der anzeigt, dass das Papier kurzfristig heiß gelaufen sein könnte.
Mit einem Schlusskurs von 60,00 US-Dollar am Freitag liegt die Aktie nur gut 1 % unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Wert damit mehr als verdoppelt – der Markt honoriert also bereits seit Längerem die starke Positionierung im Sicherheits- und Verteidigungssegment.
Satellitenstart als fundamentaler Katalysator
Fundamental bekommt diese technische Stärke nun einen zusätzlichen Impuls. Am Wochenende wurde der dritte Satellit der COSMO-SkyMed Second Generation (CSG) erfolgreich in den Orbit gebracht. Der Start erfolgte von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien mit einer Falcon‑9‑Rakete von SpaceX.
Das Projekt zeigt eindrücklich, wie wichtig Leonardos Beteiligungen im Raumfahrtbereich sind. Gebaut wurde der Satellit von Thales Alenia Space, an dem Leonardo mit 33 % beteiligt ist. Für den Betrieb im Orbit ist Telespazio zuständig, eine weitere Joint Venture-Struktur, bei der Leonardo mit 67 % die Kontrolle hält.
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Rund 59 Minuten nach der Abtrennung im All bestätigte das Fucino Space Center in Italien, das von Telespazio betrieben wird, den erfolgreichen Signalkontakt. Damit gilt die erste Phase der Mission als gelungen. Der neue Satellit erweitert und stabilisiert die bestehende Radar-Konstellation, die sowohl für zivile Erdbeobachtung als auch für militärische Überwachung genutzt wird. Gerade diese Dual-Use-Fähigkeit unterstreicht den strategischen Wert des Programms für Leonardo.
Geopolitischer Rückenwind für das Kerngeschäft
Neben dem Raumfahrtsegment bleibt das klassische Verteidigungsgeschäft der zentrale Treiber für die Bewertung. Marktbeobachter führen den kräftigen Kursanstieg am Freitag auch auf die erneute Unsicherheit rund um die Russland-Ukraine-Friedensgespräche zurück.
Während der italienische Leitindex FTSE MIB nur moderat zulegen konnte, legte Leonardo deutlich stärker zu. Diese Outperformance wird damit erklärt, dass der Titel inzwischen als eine Art Absicherung gegen geopolitische Spannungen gesehen wird. Steigende Anforderungen an Aufklärung, Überwachung und militärische Fähigkeiten spielen einem Anbieter von Radar-, Satelliten- und Verteidigungstechnologie klar in die Karten.
Der erfolgreiche CSG‑3‑Start fügt sich in dieses Bild ein: Er dokumentiert technische Zuverlässigkeit, stärkt die Referenzen im internationalen Raumfahrtgeschäft und untermauert die Rolle Leonardos in sicherheitsrelevanten Infrastrukturen.
Ausblick auf die kommende Handelswoche
Für die neue Woche ergibt sich damit eine Kombination aus starkem Chartbild und frischer fundamentaler Unterstützung. Kurzfristig richten sich die Blicke auf das jüngste 52‑Wochen-Hoch in unmittelbarer Nähe des aktuellen Kurses. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den bestehenden Aufwärtstrend bestätigen und könnte aus technischer Sicht weiteren Spielraum nach oben eröffnen.
Auf der Unterseite bleiben Rücksetzer technisch möglich, zumal Indikatoren wie der RSI auf eine überkaufte Lage hindeuten. Solange jedoch das Niveau deutlich über den mittelfristigen Durchschnitten verteidigt wird und der Nachrichtenfluss – etwa im Satelliten- und Verteidigungsgeschäft – positiv bleibt, spricht die aktuelle Konstellation für einen konstruktiven Start in die anstehende Handelswoche.
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