Der italienische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Leonardo hat am Montag an der Börse Mailand deutlich nachgegeben. Gleichzeitig meldet das Unternehmen operative Fortschritte in den USA und Europa – und erhält Zuspruch von Analysten. Ein Widerspruch, der Fragen aufwirft.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der Kursschwäche hält die Investmentbank Equita an ihrer positiven Einschätzung fest. Am 26. Januar bestätigte das Institut Leonardo als „Best Pick“ im Verteidigungssektor und hob das Kursziel an. Das steht im Kontrast zur Marktstimmung: Die Aktie verlor am Montag 2,65 Prozent und zählte zu den schwächsten Werten im FTSE MIB.
Der Gesamtmarkt hingegen legte zu – der italienische Leitindex schloss 0,26 Prozent höher bei 44.950 Punkten. Während Bankaktien wie Banco BPM stützten, gerieten Technologie- und Rüstungswerte unter Druck. Auch STMicroelectronics büßte über 2,5 Prozent ein.
Expansion in den USA nimmt Fahrt auf
Operativ treibt Leonardo sein Wachstum voran. Die US-Tochter Leonardo DRS eröffnete am Montag ein neues Werk in Charleston, South Carolina. Der Standort ist auf die Fertigung und den Test elektrischer Antriebssysteme für Marineanwendungen spezialisiert.
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Im Fokus steht das Columbia-Klasse-U-Boot-Programm der US Navy. Das Projekt durchläuft derzeit Zeitplanskorrekturen – die neue Produktionsstätte soll helfen, Lieferketten zu stabilisieren. CEO John Baylouny bezeichnete die Investition als direkte Antwort auf die Forderung nach einer gestärkten Verteidigungsindustrie.
Neues Piloten-Trainingssystem für Europa
Parallel startet Leonardo in Europa das Projekt FITS4TOP (Future Integrated Training System for TOP Pilots). Das System soll Live-, Virtual- und Constructive-Elemente kombinieren und militärische Pilotenausbildung auf ein neues Level heben. Der Projektstart erfolgte ebenfalls am 26. Januar.
Die langfristige Performance der Aktie bleibt trotz des jüngsten Rücksetzers beeindruckend: Auf Jahressicht steht ein Plus von über 90 Prozent. Die durchschnittliche Analystenprognose liegt bei 57,69 Euro – knapp zwei Prozent über dem aktuellen Niveau.
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