Li-FT Power Aktie: Genehmigung räumt Renard-Hürde aus
Die Aufschiebung der Sanierungsarbeiten gibt 12 Millionen kanadische Dollar frei; ein Erwerb der Mine ist damit noch nicht vollzogen.
Kurz zusammengefasst
- Sanierungsaufschub bis Juni 2028 genehmigt
- Optionsgebühr von 12 Millionen CAD freigegeben
- Erwerb bleibt an weitere Zustimmungen gebunden
- Renard-Anlage könnte Adina-Projekt unterstützen
Li-FT Power hat eine wesentliche Hürde für den potenziellen Erwerb der Renard-Mine genommen. Das québécoische Ministerium für natürliche Ressourcen genehmigte am Montag, die Sanierungs- und Wiederherstellungsarbeiten an der stillgelegten Diamantenmine bis zum 23. Juni 2028 aufzuschieben.
Mit dieser behördlichen Entscheidung ist die letzte Bedingung erfüllt, um die zuvor treuhänderisch hinterlegte Optionsgebühr in Höhe von 12 Millionen kanadischen Dollar freizugeben.
Der zuständige Monitor zahlt die Mittel gemäß einer Anordnung des Superior Court of Québec an gesicherte Gläubiger aus. Für den Explorationsspezialisten bedeutet dieser Schritt Rechtssicherheit bei der Evaluierung des Standorts. Die Call-Option-Vereinbarung war bereits im Juni 2026 vereinbart worden, stand jedoch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung.
Bedingungen der Kaufoption und laufende Verpflichtungen
Die Vereinbarung räumt dem Explorationsunternehmen das exklusive Recht ein, die Mine, die Aufbereitungsanlage und die zugehörige Infrastruktur bis zum 23. Juni 2028 für einen symbolischen Preis von 1 kanadischen Dollar zu erwerben.
Alternativ umfasst die Kaufoption auch die Anteile der Muttergesellschaften. Bis zu einer endgültigen Entscheidung übernimmt Li-FT Power die alleinige Verantwortung für die Pflege- und Wartungskosten der Anlage, die auf 18 Millionen kanadische Dollar veranschlagt werden.
Einen entsprechenden Betrag von 18 Millionen kanadischen Dollar hatte das Unternehmen bereits an den Monitor überwiesen. Ein tatsächlicher Vollzug der Übernahme bleibt an zusätzliche Voraussetzungen gebunden. Neben einer endgültigen Vereinbarung sind dafür die formelle Zustimmung des zuständigen Gerichts sowie regulatorische Freigaben erforderlich, darunter die Genehmigung der TSX Venture Exchange.
Strategische Nähe zum Adina-Projekt
Hintergrund der Transaktion ist der Plan von Li-FT Power, die vorhandene Aufbereitungsanlage und Logistik der Renard-Mine auf ihre Eignung für die Lithiumverarbeitung zu untersuchen. Die Diamantenmine liegt rund 60 Kilometer südlich des Adina-Lithiumprojekts, das einen Schwerpunkt der unternehmenseigenen Aktivitäten bildet. Auf Adina hatte Li-FT Power im Juli 2026 ein umfangreiches Bohrprogramm mit einem Gesamtvolumen von 38.970 Metern gestartet.
Die Nutzung bestehender Industrieanlagen könnte den Entwicklungsaufwand für Adina deutlich verringern, falls sich die Infrastruktur technisch anpassen lässt. Anleger reagierten am Markt bislang zurückhaltend auf die langfristig angelegte Strategie.
Vorbörslich notiert die Aktie bei 1,26 Euro, womit das Papier seit Jahresanfang ein Minus von 53 Prozent verzeichnet. Zwei Analysten stufen den Titel im Marktkonsens weiterhin mit einer Kaufempfehlung ein und sehen das durchschnittliche Kursziel bei 11,90 kanadischen Dollar.
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