An den US-Terminmärkten für Lebendrind sorgte gestern eine Kombination aus historisch niedrigen Beständen und einem plötzlichen Importstopp an der mexikanischen Grenze für deutliche Kursgewinne. Während die Erzeugerpreise neue Rekordmarken anvisieren, geraten Fleischkonzerne zunehmend in die Klemme zwischen teurem Vieh und preisbewussten Abnehmern. Können die Verarbeiter diese massiven Kostensteigerungen noch an den Einzelhandel weitergeben?
Die wichtigsten Marktdaten im Überblick:
* Lebendrind (Februar): $246,55 (+1,42 %)
* Mastvieh (März): $370,97 (+1,31 %)
* US-Rinderbestand: Tiefster Stand seit Jahrzehnten
* Import-Schock: Wegfall von 1,2 Millionen Tieren durch Grenzschließung
Fundamentaler Versorgungsengpass spitzt sich zu
Drei Faktoren trieben die Preise gestern nach oben. Erstens bestätigen Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA), dass der US-Rinderbestand auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten verharrt. Ein Wiederaufbau der Herden ist nicht in Sicht; die Liquidierung von Färsen setzt sich fort. Zweitens führte ein Ausbruch der Neuwelt-Schraubenwurmfliege zur Schließung der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Dies entzieht dem Markt jährlich rund 1,2 Millionen Tiere. Drittens zwang der Preissprung spekulative Anleger dazu, ihre Short-Positionen glattzustellen, was die Rally zusätzlich befeuerte.
Während die Kurse für Lebendrind am Terminmarkt zulegten, zeigte der Großhandel für verarbeitetes Rindfleisch („Boxed Beef“) erste Schwächezeichen. Der Preis für „Choice“-Qualität sank um 3,01 US-Dollar auf 364,76 US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass Einzelhändler Schwierigkeiten haben, die hohen Preise vollständig an die Verbraucher durchzureichen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Live Cattle Total Return?
Fleischkonzerne unter massivem Druck
Die Schere zwischen teurem Vieheinkauf und stagnierenden Verkaufspreisen für Fleischprodukte belastet die Aktien der großen Verarbeiter.
- Tyson Foods: Die Aktie steht unter Druck, nachdem das Unternehmen für sein erstes Geschäftsquartal einen operativen Verlust von 319 Millionen US-Dollar im Rindfleischsegment gemeldet hat.
- JBS S.A.: Auch hier lasten die rekordhohen Viehpreise in Nordamerika schwer auf der Profitabilität.
- Texas Roadhouse: Im Gegensatz zu den Fleischpackern zeigt sich die Restaurantkette widerstandsfähig und kann die Inputkosten bisher durch ein hohes Kundenvolumen kompensieren.
Technische Ausbruchsbewegung
Aus charttechnischer Sicht markiert der gestrige Handelstag ein wichtiges Ereignis. Der Markt durchbrach den Widerstand bei 243,00 US-Dollar, der die Kurse zuletzt in einer Seitwärtsphase gehalten hatte. Mit dem Sprung über den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt hat sich der kurzfristige Trend deutlich aufgehellt. Die Marke von 243,00 US-Dollar fungiert nun zusammen mit der 235,00-Dollar-Linie als Unterstützung. Obwohl die Dynamik hoch bleibt, nähert sich der Relative-Stärke-Index (RSI) dem überkauften Bereich, was kurzfristige Volatilität auslösen könnte.
Am heutigen Mittwoch wird der Fokus auf den Online-Auktionen der Fed Cattle Exchange liegen. Marktteilnehmer beobachten genau, ob der physische Markt im Norden der USA die in Kansas bereits gesehenen Rekordpreise von 249 US-Dollar bestätigen kann. Sollten die Verluste der Fleischpacker jedoch weiter ausufern, droht eine Reduzierung der Schlachtstunden, was mittelfristig eine Obergrenze für die Viehpreise einziehen könnte. Bisher bleibt die Schlachtquote mit geschätzten 115.000 Tieren pro Tag jedoch stabil.
Live Cattle Total Return: Kaufen oder verkaufen?! Neue Live Cattle Total Return-Analyse vom 18. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Live Cattle Total Return-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Live Cattle Total Return-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Live Cattle Total Return: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
