Lockheed: 3,5-Milliarden-F-16-Deal mit Peru blockiert
Der Rüstungskonzern schließt ein wichtiges Satellitenprogramm ab, während ein milliardenschwerer Flugzeugverkauf ins Stocken gerät. Die Aktie verliert vor den Quartalszahlen.

Kurz zusammengefasst
- Abschluss der GPS-III-Satellitenserie für US Space Force
- Milliardenauftrag für F-16-Jets an Peru verzögert sich
- Aktienkurs verliert deutlich vor Quartalsbericht
- Historisch hoher Auftragsbestand von 194 Milliarden Dollar
Im Weltraum feiert Lockheed Martin einen Meilenstein, auf der Erde hakt das Geschäft. Der Rüstungskonzern hat sein aktuelles GPS-Satellitenprogramm erfolgreich abgeschlossen. Parallel dazu wackelt ein Milliardenauftrag aus Südamerika. Das drückt auf die Stimmung der Anleger kurz vor den anstehenden Quartalszahlen.
Meilenstein im All
Am frühen Dienstagmorgen hob der Satellit SV10 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab. Damit schließt Lockheed Martin die GPS-III-Serie für die US Space Force ab. Das System bringt neue optische Kommunikationswege und hochpräzise Atomuhren in den Orbit.
Nun rückt die nächste Generation in den Fokus. Lockheed Martin baut zwölf weitere Satelliten der sogenannten IIIF-Klasse. Diese sollen militärischen Nutzern eine deutlich höhere Störfestigkeit bieten. Die Space Force spricht von einer achtfachen Verbesserung beim Schutz vor Signalstörungen.
Hängepartie in Südamerika
Indes stockt ein wichtiges Exportgeschäft. Ein geplanter Verkauf von Kampfflugzeugen an Peru steht auf der Kippe. Es geht um 24 F-16-Jets und ein Volumen von bis zu 3,5 Milliarden US-Dollar.
Perus Interimspräsident Jose Maria Balcazar sagte die Vertragsunterzeichnung kurzfristig ab. Er überlässt die Entscheidung seinem Nachfolger, der im Juli nach den aktuellen Wahlen antritt. Der US-Botschafter in Peru reagierte scharf und drohte mit diplomatischen Konsequenzen.
Die Folge: Lockheed Martin hängt in der Warteschleife. Das gilt auch für die europäischen Konkurrenten Dassault und Saab. Peru sucht seit über einem Jahrzehnt nach einem Ersatz für seine veraltete Kampfjet-Flotte.
Blick auf die Zahlen
Diese gemischte Nachrichtenlage trifft auf einen schwächelnden Aktienkurs. Am Dienstag verlor das Papier 2,1 Prozent und rutschte auf 494 Euro ab. Auf Monatssicht steht ein spürbares Minus auf der Anzeigetafel. Der Kurs notiert deutlich unter der 50-Tage-Linie.
Am Donnerstag legt der Vorstand die Zahlen für das erste Quartal vor. Analysten erwarten einen Gewinn von 6,73 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Dem steht jedoch ein historischer Auftragsbestand von 194 Milliarden US-Dollar gegenüber.
Das Management um CEO Jim Taiclet muss am Donnerstag liefern. Die prall gefüllten Auftragsbücher federn kurzfristige Rückschläge wie in Peru ab. Ein starker Ausblick könnte den jüngsten Abwärtstrend der Aktie stoppen.
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