Lockheed Aktie: Guam-Programm auf 1,9 Milliarden
Lockheed Martin treibt Raketenentwicklung voran und erhält Verlängerung für das Aegis-Ashore-System auf Guam im Wert von 407 Millionen Dollar.

Kurz zusammengefasst
- Neuer QuadStar-Test erfolgreich abgeschlossen
- KI-gestützte Zielverfolgung verbessert
- Auftrag für Guam auf 1,9 Milliarden Dollar erhöht
- Aktie trotz Aufträgen im Abwärtstrend
Lockheed Martin baut sein Raketenportfolio weiter aus. Im Fokus steht dabei ein neuer Test des QuadStar-Flugkörpers für das NGSRI-Programm der US-Armee. Parallel dazu verlängerte das US-Verteidigungsministerium den Auftrag für das Aegis-Ashore-System auf Guam.
Nächster Schritt bei QuadStar
Der QuadStar hat einen wichtigen Seeker Characterization Flight Test absolviert. Dabei prüfte das Programm vor allem die Signalverarbeitung und die Zielverfolgung mit KI-Unterstützung. Die Systeme sollen Treffererkennung und Tracking in der Kurzstreckenabwehr verbessern.
Bemerkenswert ist das Tempo. Vom ersten Testflug bis zu diesem Meilenstein vergingen nur drei Monate. Das deutet auf eine zügige Entwicklung in einem Bereich hin, in dem sich Programme oft über Jahre ziehen.
Der Flugkörper zielt auf eine neue Lösung für die Kurzstrecken-Luftabwehr. Nach Unternehmensangaben übertrifft er Systeme seiner Klasse, die heute im Einsatz sind. Das ist vor allem für die militärische Beschaffung relevant, denn der Wettbewerb um künftige Abwehrsysteme läuft längst.
Mehr Geld für Guam-Programm
Auch beim Aegis-Ashore-System auf Guam kam Bewegung in den Auftrag. Die Verlängerung hat einen Höchstwert von 407 Millionen US-Dollar und läuft bis Ende 2029. Insgesamt steigt das Programmvolumen für die regionale Verteidigungsinfrastruktur damit auf rund 1,9 Milliarden Dollar.
Ein erster Teil über 79 Millionen Dollar wurde bereits freigegeben. Für Lockheed ist das mehr als ein Einzelerfolg. Der Konzern sichert sich damit planbare Umsätze in einem seiner Kernbereiche.
Der Auftragsbestand lag Ende März bei 186,4 Milliarden Dollar. Rund 34 Prozent davon sollen binnen zwölf Monaten abgearbeitet werden. Das verschafft dem Konzern eine breite Visibilität über Aeronautics, Missiles and Fire Control, Rotary and Mission Systems und Space.
Aktie mit Rückenwind, aber schwacher Trend
An der Börse kommt die Story bislang nur verhalten an. Die Aktie notiert bei 436,10 Euro und liegt damit 17,22 Prozent unter dem Stand von vor 30 Tagen. Vom 200-Tage-Durchschnitt ist sie noch knapp entfernt, während der RSI mit 63,2 auf eine robuste, aber nicht überhitzte Verfassung hindeutet.
Hinzu kommt: Das F-35-Programm steht weiter für 27 Prozent des Quartalsumsatzes. Genau dort bleibt die Abhängigkeit hoch, während Analysten zugleich die Lieferpläne und die Kostenentwicklung im Blick behalten.
Am Markt dürfte nun zählen, ob Lockheed die laufenden Programme zügig in Umsatz umsetzt. Der nächste harte Prüfstein sind die weiteren Fortschritte bei NGSRI und die Umsetzung der Guam-Verlängerung bis 2029.
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