Lockheed Martin setzt diese Woche gleich zwei strategische Akzente: ein neues autonomes Unterwasserfahrzeug für anspruchsvolle Marineeinsätze – und ein Ausbau der regionalen Infrastruktur für das PATRIOT PAC-3-System in Saudi-Arabien. Damit geht es weniger um kurzfristige Schlagzeilen, sondern um Fähigkeiten und Präsenz in sicherheitspolitisch wichtigen Regionen. Doch was steckt hinter den beiden Ankündigungen?
„Lamprey“: Autonom unter Wasser, länger im Einsatz
Heute hat Lockheed Martin das „Lamprey“ Multi-Mission Autonomous Undersea Vehicle (MMAUV) vorgestellt. Die Botschaft ist klar: In umkämpften Seegebieten sollen U.S.- und verbündete Seestreitkräfte verdeckt operieren und dauerhaft handlungsfähig bleiben.
Das System wurde laut Unternehmen an Anforderungen der U.S. Navy ausgerichtet – insbesondere „covert access“ (verdeckter Zugang) und „sea denial“ (gegnerische Nutzung von Seegebieten erschweren). Entscheidend ist dabei der operative Zuschnitt: Lamprey soll von einem Überwasserschiff oder einem U-Boot aus transportiert werden können, ohne dass das Trägersystem dafür umgebaut werden muss. Für die Reichweite spielt auch das Energiekonzept eine Rolle: Das Fahrzeug kann im Einsatzgebiet voll geladen ankommen und seine Batterien während der Mission über integrierte Hydrogenatoren nachladen. Das verlängert Einsatzdauer und -radius.
Inhaltlich ist Lamprey als flexible Plattform gedacht – vom Sammeln von Aufklärungsergebnissen (ISR: Intelligence, Surveillance, Reconnaissance) bis hin zum Ausbringen kinetischer und nicht-kinetischer Effekte. Lockheed Martin verknüpft das mit dem Ziel einer „persistent presence“, also einer dauerhaften Unterwasserpräsenz in schwierigen Gewässern.
PAC-3-Depot in Saudi-Arabien: Wartung wird lokalisiert
Parallel dazu folgte auf der World Defense Show 2026 eine zweite, eher industriepolitische Nachricht: Lockheed Martin kündigte eine Zusammenarbeit mit dem saudischen Technologieunternehmen Pioneers Technical Systems (PTS) an. Gemeinsam soll das erste „Ground Depot“ für das PAC-3-Raketenabwehrsystem im Königreich entstehen.
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Die Anlage soll Komponenten der PAC-3-Launcher testen, reparieren und zertifizieren, die von den Royal Saudi Air Defense Forces genutzt werden. Lockheed Martin will dafür fortgeschrittene Testmöglichkeiten liefern und saudische Techniker in zentralen Wartungsprozessen schulen. Voll einsatzfähig („Full Operational Capacity“) soll das Depot bis 2029 sein – und damit in die Zielsetzung von Saudi-Arabiens „Vision 2030“ passen, industrielle Fähigkeiten im Land aufzubauen.
Wichtige Punkte im Überblick:
– Vorstellung des autonomen Unterwasserfahrzeugs Lamprey MMAUV (heute)
– Fokus: Stealth, Ausdauer und Transport ohne Umbau des Trägersystems
– Batterie-Nachladung im Einsatz über integrierte Hydrogenatoren
– Partnerschaft mit PTS für ein PAC-3-Ground-Depot in Saudi-Arabien (heute)
– Depot-Aufgaben: Test, Reparatur, Zertifizierung von Launcher-Komponenten
– Ziel: volle Betriebsfähigkeit bis 2029
Einordnung: Solide Woche, aber kein Kurzfrist-Thema
An der Börse ist die Aktie weiter nah an ihrem Jahreshoch: Mit 638,68 USD liegt sie nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 640,40 USD. Fundamental stehen bei beiden Meldungen vor allem Fähigkeiten, Verfügbarkeit und regionale Unterstützung im Vordergrund – konkrete Meilensteine sind dabei klar benannt, insbesondere beim Depot mit dem Zeitplan bis 2029.
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