Lockheed Aktie: Sanchez leitet 30-Milliarden-Sparte Aeronautics

Lockheed Martin baut die Führung seiner wichtigsten Sparte um. Der Konzern reagiert damit auf eine Phase, in der neue Großaufträge und politischer Gegenwind aufeinandertreffen. Investoren blicken indes skeptisch auf die jüngste Kostenentwicklung.
Strategischer Umbau im Kernsegment
Orlando Sanchez Jr. leitet ab sofort das Segment Aeronautics. Er übernimmt eine Sparte mit einem Volumen von 30 Milliarden Dollar. Sein Vorgänger Greg Ulmer wechselt in eine strategische Beraterrolle.
Der Konzern verfolgt ehrgeizige Ziele. Bis 2029 soll der Umsatz auf fast 88 Milliarden Dollar steigen. Der Vorstand plant dabei mit einem jährlichen Wachstum von gut fünf Prozent.
Parallel dazu erschließt das Unternehmen neue Technologiefelder. Ein Vertrag mit der US Space Force sichert die Entwicklung von Abfangjägern im Weltraum. Eine Kooperation mit Nokia soll zudem die 5G-Nutzung im Verteidigungssektor vorantreiben.
Das Pentagon zahlte zuletzt 177,5 Millionen Dollar für neue F-35-Testflugzeuge. Die Summe ist Teil eines größeren milliardenschweren Finanzierungspakets. Diese Aufträge sind essenziell, um die langfristigen Wachstumsziele zu erreichen.
Belastungsprobe an der Börse
Anleger reagieren verhalten auf die Expansionspläne. Die Aktie notiert aktuell bei 442,40 Euro und verlor im Monatsvergleich rund 15 Prozent. Der Gewinn je Aktie lag im ersten Quartal mit 6,44 Dollar unter den Erwartungen.
Senatorin Elizabeth Warren kritisierte zuletzt die hohen Reparaturkosten der Waffensysteme. Sie fordert mehr Wettbewerb bei Instandhaltungsarbeiten. Ungeachtet dessen bestätigte der Vorstand eine Quartalsdividende von 3,45 Dollar. Die Auszahlung erfolgt Ende Juni an alle Aktionäre, die das Papier zum Ex-Tag halten.
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