Lockheed Martin Aktie: AI-Prüfung

Das US-Verteidigungsministerium untersucht potenzielle Sicherheitsrisiken durch die Nutzung von KI-Diensten des Anbieters Anthropic bei Rüstungsgiganten wie Lockheed Martin.

Kurz zusammengefasst:
  • Pentagon fordert Details zu KI-Lieferketten
  • Anthropic droht Einstufung als Risikofaktor
  • Deadline für Aufhebung von Nutzungsbeschränkungen
  • Konflikt um militärische KI-Anwendungen eskaliert

Lockheed Martin rückt wegen Künstlicher Intelligenz in den Fokus des Pentagon. Im Kern geht es um eine heikle Frage: Wie abhängig sind große Rüstungskonzerne von einem externen KI-Anbieter – und wird das zum Risiko für militärische Lieferketten? Genau dazu hat das US-Verteidigungsministerium jetzt eine formelle Abfrage gestartet.

Pentagon nimmt KI-Lieferkette ins Visier

Am Mittwoch (25. Februar) forderte das US-Verteidigungsministerium detaillierte Informationen von großen Auftragnehmern an – besonders im Blick: Lockheed Martin und Boeing. Die Behörde prüft, ob die Einbindung von KI-Diensten des Anbieters Anthropic (Claude) Sicherheitsrisiken für militärische Lieferketten schaffen könnte.

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Brisant ist dabei die Konsequenz, die das Pentagon in Aussicht stellt: Sollte Anthropic nicht nachgeben, könnte das Unternehmen offiziell als „Supply Chain Risk“ eingestuft werden. Für Primärauftragnehmer hätte das potenziell unmittelbare Folgen bei Beschaffung und Einsatz von KI-gestützten Systemen.

Frist bis Freitag – und Druckmittel in der Hinterhand

Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Anthropic per Memorandum aufgefordert, bestehende Nutzungsbeschränkungen für militärische Zwecke bis Freitag, 17:00 Uhr ET aufzuheben. Andernfalls droht nicht nur die Risiko-Einstufung – die Regierung erwägt laut Bericht auch den Einsatz des Defense Production Act, um die Kooperation durchzusetzen.

Die zentrale Frage lautet damit: Ist Anthropic für die Verteidigungsprojekte „nur“ ein Zulieferer – oder bereits ein kritischer Engpass? Genau dieser Punkt dürfte für die betroffenen Konzerne unangenehm sein, weil Abhängigkeiten in sensiblen Bereichen politisch schnell zur Baustelle werden.

Warum der Streit eskalierte

Der Konflikt hat einen klaren Ursprung: einen 200-Millionen-Dollar-Vertrag zwischen Anthropic und dem Pentagon aus Juli 2025. Danach spitzte sich die Lage zu, nachdem ein Anthropic-Mitarbeiter Bedenken zur militärischen Nutzung von Claude im Zusammenhang mit der Festnahme von Venezuelas Ex-Präsident Maduro äußerte.

Anthropic weigert sich aktuell, die eigenen Schutzplanken zu entfernen. Die Richtlinien untersagen unter anderem Anwendungen für autonome Waffenentwicklung, Gewaltförderung und Massenüberwachung. Im Gegensatz zu Wettbewerbern wie Google, xAI und OpenAI hält Anthropic damit an strikten Sicherheitsparametern fest. Die US-Regierung wiederum wirft dem Unternehmen vor, ideologisch motiviert zu handeln. Hegseth und Anthropic-CEO Amodei haben dazu zuletzt bereits persönlich gesprochen.

Beim Kurs zeigt sich der Titel derweil stabil: Die Lockheed-Martin-Aktie notiert heute bei 549,20 Euro und damit kaum verändert.

Zum nächsten konkreten Termin wird die von Hegseth gesetzte Deadline: Freitag, 17:00 Uhr ET. Spätestens dann wird klar, ob Anthropic seine Beschränkungen lockert – oder ob das Pentagon den Lieferketten-Konflikt formal eskalieren lässt.

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