Lockheed Martin Aktie: Auf Rekordkurs

Die Aktie des Rüstungskonzerns profitiert von einem massiv erhöhten US-Verteidigungshaushalt und erreicht neue Höchststände, gestützt durch Rekordauslieferungen der F-35.

Kurz zusammengefasst:
  • US-Verteidigungshaushalt soll um 50 Prozent steigen
  • Rekordauslieferungen beim Kampfjet F-35 Lightning II
  • Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Hoch
  • Analysten bewerten Chance-Risiko-Profil positiver

Die Dynamik bei Lockheed Martin nimmt deutlich Fahrt auf. Ein historisch angelegter Anstieg der US-Militärausgaben trifft auf starke operative Zahlen – eine Kombination, die den Rüstungskonzern in eine neue Bewertungsschublade schiebt. Anleger stellen sich nun vor allem eine Frage: Wie nachhaltig ist dieser Rückenwind für Umsatz und Margen?

Historischer Budget-Schub als Kurstreiber

Auslöser der jüngsten Rally ist der vorgeschlagene US-Verteidigungshaushalt für das Fiskaljahr 2027. Ex-Präsident Trump will die Militärausgaben auf 1,5 Billionen US-Dollar anheben – rund 50 % mehr als die bisher geplante Marke von 1 Billion US-Dollar. Ziel ist laut Administration der Aufbau eines „Dream Military“.

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Dieser Sprung im Budget hat die Erwartungen für die gesamte Rüstungsbranche schlagartig nach oben verschoben. Als weltweit größter Rüstungskonzern wird Lockheed von vielen Investoren als Hauptprofiteur dieser zusätzlichen Mittel gesehen. Entsprechend stark fiel die Marktreaktion aus: Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund 36 % zugelegt und am Freitag bei 542,92 US-Dollar ein neues 52‑Wochen-Hoch markiert.

Im Kern preist der Markt ein Szenario ein, in dem sich die prall gefüllten Pentagon-Kassen direkt in neue Großaufträge und eine wachsende Pipeline für Lockheed übersetzen. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf klassischen Flugzeugprogrammen, sondern auf dem gesamten Portfolio von Luft- und Raketenabwehr.

Operative Stärke: F‑35 und PAC‑3 im Fokus

Der politische Rückenwind fällt in eine Phase, in der Lockheed auch operativ liefert. Das Unternehmen hat für 2025 einen neuen Produktionsrekord bei seinem wichtigsten Kampfflugzeugprogramm gemeldet: 191 ausgelieferte F‑35 Lightning II – deutlich mehr als der bisherige Bestwert von 142 Maschinen.

Diese Steigerung zeigt, dass frühere Probleme in den Lieferketten weitgehend abgearbeitet wurden. Für Lockheed ist das mehr als nur eine Prestigezahl: Höhere Stückzahlen verbessern die Auslastung, stützen den Cashflow und können die Margen heben, insbesondere wenn Fixkosten auf mehr Einheiten verteilt werden.

Wichtig ist auch die Nachfragebasis. Neben dem US-Verteidigungsministerium setzen internationale Kunden wie Finnland und Belgien verstärkt auf die F‑35. Das erhöht die Planbarkeit der Produktion und verlängert den Auftragsbestand.

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Parallel dazu meldet Lockheed Fortschritte im Raketen- und Luftabwehrgeschäft. Für die PAC‑3 Missile Segment Enhancement (MSE), eine modernisierte Version des Patriot-Raketenabwehrsystems, wurde ein strategischer Rahmenvertrag zur deutlichen Produktionsbeschleunigung vereinbart. Angesichts anhaltend hoher geopolitischer Spannungen werten Marktbeobachter dies als Signal für eine stabile, langfristige Nachfrage nach Raketen- und Luftverteidigungssystemen – ein wichtiges zweites Standbein neben den Kampfjets.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Geplanter US-Verteidigungshaushalt 2027: 1,5 Billionen US-Dollar (+50 % gegenüber bisherigem Plan)
  • F‑35-Auslieferungen 2025: 191 Flugzeuge (Rekord, vorheriges Hoch: 142)
  • Beschleunigungsvereinbarung für PAC‑3 MSE-Produktion
  • Aktie auf 52‑Wochen-Hoch bei 542,92 US-Dollar; plus 18,5 % auf Sicht von zwölf Monaten

Analysten drehen an den Modellen

Die Kombination aus politischem Rückenwind und operativer Stärke zwingt nun auch die Analystenseite zum Umdenken. Truist hat sein Votum für die Lockheed-Aktie angehoben und verweist auf ein klar verbessertes Chance-Risiko-Profil nach der Budgetankündigung.

Zuvor dominierten Sorgen über mögliche Ausgabendeckel und eine insgesamt zähe Entwicklung im Jahr 2025. Mit der 1,5‑Billionen-Marke als neuer Messlatte verschiebt sich der Fokus deutlich: Entscheidend sind nun das Wachstum des Auftragsbestands und die Frage, in welchem Umfang Lockheed höhere Volumina zu attraktiven Margen realisieren kann.

In den Konsensschätzungen spiegelt sich das in einer veränderten Erzählung: Aus einem „schwierigen 2025“ wird zunehmend eine Erwartung stärkerer Wachstumsjahre 2026 und 2027 – getragen von F‑35, Raketenabwehr und neuen Vertragsstrukturen auf Basis des größeren Budgets.

Technisches Bild und Ausblick bis zu den Zahlen

Charttechnisch präsentiert sich die Aktie derzeit klar unterstützt. Der Titel notiert rund 26–32 % über den gleitenden 50-, 100- und 200‑Tage-Durchschnitten und hat die psychologisch wichtige Marke von 500 US-Dollar mit hoher Umsatztätigkeit nach oben durchbrochen. Der RSI liegt mit etwa 50 Punkten im neutralen Bereich und signalisiert damit weder kurzfristige Überhitzung noch akute Schwäche.

Der nächste markante Termin ist die Vorlage der Quartals- und Jahreszahlen am 29. Januar 2026. Dann dürfte Lockheed die Rekordauslieferungen beim F‑35-Programm in den Zahlen abbilden und eine aktualisierte Prognose vorlegen. Besonders genau werden Investoren darauf achten, ob und in welchem Umfang der vorgeschlagene Verteidigungshaushalt bereits in konkrete Vertragsänderungen, höhere Abrufe oder neue Rahmenvereinbarungen mündet. Bestätigt das Management diesen Trend, wäre der Boden für weitere Kursfantasie in Richtung neuer Höchststände gelegt.

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