Lockheed Martin Aktie: F-16 tauschen Zieldaten per Infrarot
Lockheed Martin verknüpft F-16 per Infrarotsensorik, stellt eine modulare Flugkörperarchitektur vor und erhält weitere US-Militärverträge.

Kurz zusammengefasst
- F-16 tauschen Zieldaten passiv aus
- Neue Architektur für JASSM und LRASM
- MLRS-Auftrag über 97,6 Millionen Dollar
- Aktie seit Jahresbeginn 13 Prozent höher
Mit einem erfolgreichen Flugtest treibt der US-Rüstungskonzern die Modernisierung bewährter Waffensysteme voran. Gestern demonstrierte das Unternehmen die Vernetzung von zwei F-16-Kampfflugzeugen über neuartige Infrarotsensoren. Bei den Testflügen über Tucson im US-Bundesstaat Arizona tauschten sogenannte Legion-Sensorbehälter Zieldaten aus.
Die Verbindung lief über eine Datenverbindung des Partners L3Harris. Durch die Vernetzung konnten mehrere Ziele in der Luft ohne aktives Radar nahezu verzögerungsfrei erfasst und verfolgt werden. Für Streitkräfte bedeutet dieses passive Verfahren einen taktischen Vorteil, da die eigenen Flugzeuge dabei keine leicht ortbaren Radarsignale aussenden müssen.
Modulare Struktur für weitreichende Flugkörper
Die Weiterentwicklung der Sensorik ergänzt die Bestrebungen des Konzerns, seine bestehenden Plattformen flexibler aufzustellen. Am Dienstag hatte das Unternehmen eine neue modulare Architektur für weitreichende Lenkwaffen vorgestellt. Das Konzept mit der Bezeichnung AGM-158 FLEX Airframe soll künftig die Familien der Marschflugkörper JASSM und LRASM erweitern.
Mit dem modularen Rumpfaufbau will der Rüstungshersteller Anpassungen an verschiedene Einsatzbereiche und Abschussplattformen erleichtern. Die Nachfrage nach präzisen Abstandswaffen bleibt hoch. Erst Anfang des Monats hatte die US-Luftwaffe eine Vertragsänderung im Wert von 826 Millionen Dollar für die Beschaffung von JASSM-ER und LRASM vergeben.
Fortlaufender Auftragseingang bei Bodensystemen
Neben Flugkörpern und Kampfflugzeugausrüstung verzeichnet auch die Sparte für Bodensysteme stetigen Zuspruch. Am Montag erhielt das Unternehmen einen Vertrag im Wert von 97,6 Millionen Dollar zur Überarbeitung und Modernisierung des Mehrfachraketenwerfers MLRS. Die Arbeiten an dem Vorhaben sollen bis September 2031 an Standorten in Arkansas und Texas ausgeführt werden.
Operative Einblicke in die Geschäftsentwicklung gibt die Konzernführung heute auf einer Branchenkonferenz in Kalifornien. Chairman, President und CEO Jim Taiclet sowie Finanzchef Evan Scott nehmen an einer Podiumsdiskussion der Investmentbank Morgan Stanley teil.
An den Märkten zeigt sich die Aktie von den jüngsten Technologieschritten weitgehend unbeeindruckt. Im deutschen Handel notiert das Papier heute bei 469,60 Euro und legt damit um 0,3 Prozent leicht zu. Seit dem Jahreswechsel summiert sich das Kursplus auf 13 Prozent.
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