Lockheed Martin Aktie: Quantum Innovation Center vorgestellt
Das Unternehmen baut Quantenforschung und Raketenfertigung aus; ein möglicher F-35-Verkauf an Saudi-Arabien benötigt noch Kongresszustimmung.
Kurz zusammengefasst
- Neues Zentrum bündelt Quantenforschung
- US-Heer finanziert M270-Modernisierung mit 200 Millionen Dollar
- Rahmenvertrag für PrSM umfasst bis zu 1,2 Milliarden Dollar
- Saudi-F-35-Verkauf wartet auf Kongressgenehmigung
Am Mittwoch stellte Lockheed Martin das Quantum Innovation Center vor. Mit dieser neuen Einrichtung bündelt der US-Konzern seine Aktivitäten in der Quantenforschung, um Prototypen und technologische Anwendungen für sicherheitsrelevante Regierungsmissionen zu beschleunigen.
Der Schritt unterstreicht das Bestreben, Schlüsseltechnologien der nächsten Generation frühzeitig in praxistaugliche Systeme zu überführen. An der Börse schloss die Aktie gestern bei 462,40 €, womit das Papier seit Jahresbeginn einen Wertzuwachs von 11 % ausweist.
Neue Aufträge für die Raketenartillerie
Operativ meldete das Unternehmen am Montag spürbaren Zuwachs im Landsystem- und Flugkörperbereich. Die U.S. Army stellte Mittel in Höhe von 200 Millionen $ bereit, um zusätzliche Mehrfachraketenwerfer des Typs M270 auf die modernisierte Version M270A2 umzurüsten.
Zudem erhielt Lockheed Martin vom US-Heer einen Rahmenvertrag mit unbestimmter Liefermenge über bis zu 1,2 Milliarden $. Die Vereinbarung umfasst die Fertigung und Weiterentwicklung der Präzisionsrakete Precision Strike Missile im Rüststand Increment 2. Dieser Schritt folgte auf einen zweiten erfolgreichen Flugtest des Systems gegen maritime Ziele.
F-35-Auslieferungen und internationale Nachfrage
Parallel dazu schreitet das wichtigste Luftfahrtprogramm des Konzerns voran. Am 18. September übergab der Hersteller am Produktionsstandort Fort Worth das erste F-35A-Kampfflugzeug an Deutschland. Der Beschaffungsplan der Bundeswehr sieht den Erwerb von insgesamt 35 Maschinen vor. Die ersten Flugzeuge verbleiben ab Herbst für das Pilotentraining in den USA, bevor Ende 2027 die Verlegung nach Deutschland ansteht.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters erteilte das US-Außenministerium am 17. September zudem die Freigabe für einen möglichen Verkauf von 48 F-35-Maschinen an Saudi-Arabien. Das Vorhaben umfasst ein Gesamtvolumen von bis zu 24,3 Milliarden $ inklusive Ersatztriebwerken von Pratt & Whitney, bedarf allerdings noch der formellen Genehmigung durch den US-Kongress.
Kapazitätsausbau bei Lenkflugkörpern
Auch im Luft-Luft-Segment erweitert der Rüstungskonzern seine Fertigungsbasis. Für den neuen Flugkörper AIM-260 schloss Lockheed Martin am 17. September eine Rahmenvereinbarung mit dem U.S. Department of War, um die Produktionsraten zu steigern. Die Waffe wurde primär zur Abwehr weitreichender Bedrohungen konzipiert.
Reuters berichtete, dass Australien den Kauf dieser Flugkörper im Wert von rund 521 Millionen $ plant. Den allgemeinen Ausbau der Munitionsfertigung bei Systemen wie PAC-3 MSE, THAAD, PrSM und AIM-260 hinterlegt das Unternehmen mit eigenen Investitionen von 8 bis 9 Milliarden $.
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