Logitech Aktie: Chip-Zulieferer als Bremsklotz?
Logitech meldet für Q2 höhere Werte als erwartet, rechnet im Folgequartal jedoch mit Umsatzeinbußen durch einen Zulieferer.

Kurz zusammengefasst
- Q3-Umsatzeinbußen von 70 bis 80 Millionen Dollar erwartet
- Prognostizierter Betriebsgewinn unter Vorjahreswert
- Q2-Umsatz steigt um drei Prozent
- 17 Zulieferer starten Dekarbonisierungsprogramm
Ein Vorfall im Werk eines Halbleiterzulieferers belastet den Ausblick von Logitech: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres FY27 erwartet das Unternehmen dadurch Umsatzeinbußen von geschätzt 70 bis 80 Millionen $. Reuters führte die negative Kursreaktion gestern auf den Quartalsausblick und die Lieferkettenrisiken zurück. Die Aktie verlor 3,3%.
Zulieferer soll bis Jahresende aufholen
Logitech erwartet für das dritte Quartal einen Non-GAAP-Betriebsgewinn zwischen 220 und 255 Millionen $. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte das Unternehmen 312 Millionen $ erzielt. Der erwartete Betriebsgewinn liegt damit unter dem damaligen Ergebnis.
Nach Angaben von Logitech soll der betroffene Zulieferer voraussichtlich bis Ende 2026 wieder die volle Produktion erreichen. Die geschätzte Umsatzbelastung betrifft das dritte Quartal; die Rückkehr zur vollen Produktion bleibt eine Erwartung des Unternehmens.
Zweites Quartal übertrifft Erwartungen
Die gestern veröffentlichten Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres FY2027 übertrafen dagegen die Analystenerwartungen. Logitech meldete einen Umsatz von 1,22 Milliarden $, ein Plus von 3 Prozent in US-Dollar gegenüber dem Vorjahr.
Der Non-GAAP-Betriebsgewinn erreichte 231 Millionen $ und stieg damit um 0,4 Prozent. Beim bereinigten Gewinn je Aktie meldete das Unternehmen einen Zuwachs von 4 Prozent auf 1,51 $. Der operative Mittelzufluss belief sich im Quartal auf 164 Millionen $. Zum Quartalsende verfügte Logitech über liquide Mittel von 1,51 Milliarden $.
Unabhängig von der gemeldeten Produktionsstörung startete Logitech am Freitag das Programm „Chain Reaction“ zur Dekarbonisierung seiner Lieferkette. Zum Auftakt beteiligen sich nach Unternehmensangaben 17 wichtige Zulieferer an dem Programm.
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