Der französische Kosmetikgigant hat seine Anleger in den vergangenen Handelstagen auf eine Achterbahnfahrt geschickt. Nach einem Kurssturz von über sieben Prozent am Freitag folgte am Montag eine bemerkenswerte Erholung – fast das gesamte Minus war bis zum Handelsschluss wieder wettgemacht. Was steckt hinter dieser dramatischen Wende?
Enttäuschendes Quartal belastet zunächst
Auslöser für den Kursrutsch waren die am Donnerstagabend veröffentlichten Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025. Die Ergebnisse blieben hinter den Markterwartungen zurück – ein ungewöhnlicher Dämpfer für den sonst so verlässlichen Branchenprimus. Besonders belastend wirkte sich dabei der schwache Reiseeinzelhandel aus, ein wichtiger Vertriebskanal gerade für Premium-Kosmetik an Flughäfen und in touristischen Hotspots.
Die Anleger reagierten prompt und schickten die Aktie auf Talfahrt. Doch die Erholung ließ nicht lange auf sich warten. Bereits am Montag kehrten die Käufer zurück und trieben den Kurs wieder nach oben.
DZ Bank sieht keine strukturellen Probleme
Die Analysten der DZ Bank bewerteten die Quartalszahlen am Dienstag differenzierter. Katharina Schmenger bekräftigte in ihrer aktuellen Studie die Einstufung „Kaufen“ mit einem fairen Wert von 440 Euro. Ihre Begründung: Die Schwäche im Reiseeinzelhandel sei ein temporäres Phänomen, das sich nicht fortsetzen sollte.
Entscheidend seien vielmehr die langfristigen Wachstumstreiber. L’Oréal verfüge nach wie vor über starke Innovationskraft und nutze gezielt anorganisches Wachstum durch Akquisitionen, um seine Marktposition auszubauen. Diese strukturellen Stärken würden die kurzfristigen Belastungen deutlich überwiegen.
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KI-Revolution im Marketing könnte profitieren
Interessant wird auch die Rolle neuer Technologien für Kosmetikkonzerne wie L’Oréal. Das israelische Unternehmen Humanz stellte heute mit „Humanz+“ eine KI-Plattform vor, die das Creator Marketing revolutionieren soll. Die Technologie automatisiert den gesamten Prozess von der Kampagnenplanung bis zur Erfolgsmessung und verspricht 20 bis 30 Prozent bessere Ergebnisse bei Werbekampagnen.
L’Oréal gehört bereits zu den Partnern von Humanz und könnte von dieser Entwicklung profitieren. In einer Branche, in der Influencer-Marketing und Social-Media-Präsenz zunehmend entscheidend sind, verschafft der frühe Einsatz solcher Technologien einen Wettbewerbsvorteil. Die jüngste Finanzierungsrunde von 15 Millionen Dollar unterstreicht das Potenzial dieser Entwicklung.
Die schnelle Kurserholung zeigt: Investoren unterscheiden zwischen kurzfristigen Schwankungen und fundamentaler Stärke. Bei L’Oréal scheint das Vertrauen in die langfristige Perspektive intakt zu sein.
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