LPKF Laser Aktie: Elmos-Chef Schneider in den Aufsichtsrat
LPKF ernennt Halbleiter-Experten für Aufsichtsrat. Trotz roter Zahlen treibt die Hoffnung auf LIDE-Technologie den Aktienkurs an.

Kurz zusammengefasst
- Elmos-Chef für Kontrollgremium nominiert
- Umsatz im ersten Quartal gesunken
- Operativer Verlust von 6,9 Millionen Euro
- Fokus auf Glasstrukturierungs-Technologie LIDE
Starke Kursgewinne, schwache Zahlen — bei LPKF Laser & Electronics klaffen Börsenwert und operatives Geschäft weit auseinander. Die Aktie schoss seit Jahresbeginn um über 300 Prozent nach oben. Das Unternehmen schreibt derweil rote Zahlen. Anleger setzen voll auf eine technologische Neuausrichtung. Ein Personalwechsel im Kontrollgremium unterstreicht nun diesen Kurs.
Halbleiter-Experte für das Kontrollgremium
Auf der Hauptversammlung am 4. Juni 2026 steht eine wichtige Personalie zur Abstimmung. Die Amtszeit des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Dirk Michael Rothweiler endet. Als Nachfolger ist Dr. Arne Schneider vorgeschlagen. Er führt aktuell den Chip-Entwickler Elmos Semiconductor als Vorstandschef.
Dieser Schritt passt zur neuen Strategie von LPKF. Das Unternehmen fokussiert sich zunehmend auf das sogenannte Advanced Semiconductor Packaging. Schneiders Branchenwissen würde helfen, die entsprechende Technologie-Agenda enger zu begleiten.
Schwaches Quartal und teurer Umbau
Die aktuellen Geschäftszahlen rechtfertigen die Kursrally kaum. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz auf 17,1 Millionen Euro. Das operative Ergebnis lag bei minus 6,9 Millionen Euro. Der Vorstand macht dafür vor allem ein schwaches Solargeschäft verantwortlich.
Parallel dazu belastet das Transformationsprogramm North Star die Bilanz. LPKF rechnet für das laufende Jahr mit spürbaren Restrukturierungskosten. Für das Gesamtjahr erwartet das Management einen Konzernumsatz zwischen 105 und 120 Millionen Euro. Eine Dividende ist nicht geplant.
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Wette auf die LIDE-Technologie
Die Hoffnung der Investoren ruht auf der LIDE-Technologie zur Glasstrukturierung. LPKF testet diese Anlagen derzeit bei zahlreichen Halbleiterkunden. Das Unternehmen meldet konkrete Gespräche über erste Produktionsanlagen. Potenzielle Großaufträge aus diesem Bereich fehlen allerdings in der aktuellen Jahresprognose.
Die Börse nimmt diese Erfolge bereits vorweg. Am Donnerstag notierte die Aktie bei 24,60 Euro. Trotz eines leichten Tagesverlusts beläuft sich das Plus der vergangenen 30 Tage auf 146 Prozent. Die Investmentbank Montega hält das Potenzial auf diesem Kursniveau für weitgehend eingepreist.
Die kommenden Wochen bringen weitere Klarheit. Am 18. Juni will CEO Klaus Fiedler Details zur Langfriststrategie vorstellen. Das erklärte Ziel des Vorstands: Bis zum Jahr 2028 soll LPKF eine nachhaltige zweistellige EBIT-Marge erreichen.
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