LPKF Laser Aktie: Risiken erhöhen sich!
Trotz schwacher Quartalszahlen erreicht die LPKF-Aktie ein neues 52-Wochen-Hoch, getrieben von Erwartungen an die LIDE-Technologie für das Chipgeschäft.

Kurz zusammengefasst
- Aktie erreicht 52-Wochen-Hoch bei 21,20 Euro
- Umsatz bricht im ersten Quartal ein
- Auftragseingang steigt auf 24,1 Millionen Euro
- LIDE-Technologie als Treiber der Kursrally
An der Börse eilt LPKF Laser von Rekord zu Rekord, in der Bilanz klaffen Lücken. Die Aktie markierte am Dienstag bei 21,20 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang verbucht das Papier ein Plus von über 250 Prozent. Diese Rally steht in starkem Kontrast zur operativen Realität des Maschinenbauers.
Schwaches Quartal, starker Auftragseingang
Zum Jahresauftakt sackte der Umsatz auf 17,1 Millionen Euro ab, nachdem im Vorjahr noch gut 25 Millionen Euro in den Büchern standen. Hauptgrund für den Einbruch ist das schwächelnde Solargeschäft, in dem Kunden Investitionen zurückhalten. Parallel dazu rutschte das operative Ergebnis tiefer in die roten Zahlen und landete bei minus 6,9 Millionen Euro.
Ein Lichtblick zeigt sich bei den Neubestellungen. Der Auftragseingang kletterte auf 24,1 Millionen Euro. Das entspricht einer Book-to-Bill-Ratio von 1,4 und signalisiert künftiges Wachstum. Um die Profitabilität abzusichern, treibt das Management das Transformationsprogramm „North Star“ voran. Ein erster operativer Schritt war die Bündelung der Kunststoffschweißsystem-Produktion am Standort Suhl.
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Alles wettet auf Glas
Die aktuelle Marktkapitalisierung speist sich fast ausschließlich aus der Halbleiter-Hoffnung. LPKF positioniert sich im Zukunftsmarkt für Advanced Packaging mit Glas. Die hauseigene LIDE-Technologie zur hochpräzisen Glasbearbeitung durchläuft derzeit Test- und Entwicklungsphasen bei zahlreichen Chipkunden. Der Übergang in die Serienproduktion würde das Geschäftsmodell massiv verändern. Obendrein erweitert das Unternehmen sein Angebot um Lösungen für das Singulieren glasbasierter Packages.
Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand Erlöse zwischen 105 und 120 Millionen Euro an. Potenzielle Großaufträge aus dem Halbleitersektor fehlen in dieser Prognose noch völlig. Marktbeobachter gehen davon aus, dass in der zweiten Jahreshälfte zwingend eine LIDE-Großbestellung eintreffen muss, um das aktuelle Kursniveau fundamental zu rechtfertigen.
Aufschluss über die weitere Entwicklung gibt der Juni. Nach der Hauptversammlung am 4. Juni in Hannover richtet sich der Blick auf das Anlegerforum am 18. Juni. Dort präsentiert CEO Klaus Fiedler Details zur Langfriststrategie. Investoren fordern dann konkrete Aussagen zum Kommerzialisierungsfortschritt der LIDE-Technologie.
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