LPKF Laser: Hauptversammlung am 4. Juni 2026
LPKF-Aktie profitiert von Halbleiter-Fantasie, während Restrukturierung und schwaches Solargeschäft die operative Marge belasten.

Kurz zusammengefasst
- Kursrallye von über 200 Prozent seit Jahresbeginn
- LIDE-Technologie als Hoffnungsträger für Chiphersteller
- Restrukturierungsprogramm „North Star“ belastet Marge
- Entscheidende Termine im Juni erwartet
Die Aktie von LPKF Laser bricht derzeit alle Rekorde. Seit Jahresbeginn schoss der Kurs um gut 200 Prozent nach oben. Am Freitag schloss das Papier bei 18,05 Euro.
Trotz eines leichten Tagesverlusts von vier Prozent bleibt das Plus der vergangenen 30 Tage bei gewaltigen 171 Prozent. Die Volatilität ist extrem hoch. Soweit so gut. Hinter der Kursrallye steht eine konkrete Technologie-Fantasie. Die aktuellen fundamentalen Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache.
LIDE-Technologie als Kurstreiber
Das Zauberwort für Investoren heißt LIDE. Dieses Laserverfahren strukturiert Glassubstrate mit extrem hoher Präzision. Klassische Methoden scheitern daran oft. Chiphersteller wie TSMC, Intel und Samsung brauchen diese Technik für die optische Datenübertragung in Hochleistungschips. LPKF verhandelt laut eigenen Angaben bereits mit mehreren Kunden über erste Produktionsanlagen.
Der Zeitplan erfordert allerdings Geduld. Ein Produktionshochlauf bei den Herstellern startet frühestens 2027. Die Hochvolumenphase erwartet das LPKF-Management erst ab dem Jahr 2029. Bis dahin liefert die neue Technologie kaum nennenswerte Umsätze.
Die aktuelle Börsenbewertung braucht daher dringend neues Futter. Das Unternehmen stellt für das zweite Halbjahr eine mögliche Großorder im LIDE-Bereich in Aussicht. Fehlt dieser Auftrag, gerät das hohe Kursniveau schnell ins Wanken.
Teurer Umbau im Tagesgeschäft
Abseits der Halbleiter-Fantasie dominiert der harte operative Alltag. Das Restrukturierungsprogramm „North Star“ soll bis 2028 eine zweistellige operative Marge bringen. Der Weg dorthin kostet Geld. Im laufenden Jahr schluckt der Umbau drei bis vier Prozent des Umsatzes.
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Ein schwaches Solargeschäft bremst die Entwicklung weiter aus. LPKF peilt für das laufende Jahr einen Konzernumsatz von maximal 120 Millionen Euro an.
Die bereinigte EBIT-Marge schwankt laut Vorstandsprognose zwischen minus 3,0 und plus 4,5 Prozent. Mögliche LIDE-Volumenaufträge klammert das Management hierbei bewusst aus. Diese hängen stark von externen Qualifikationsprozessen ab.
Wichtige Termine im Juni
Im Juni stehen zwei Termine im Kalender. Am 4. Juni lädt das Unternehmen zur ordentlichen Hauptversammlung nach Hannover. Dort stimmen die Aktionäre über den Jahresabschluss 2025 ab.
Zwei Wochen später folgt ein Anlegerforum. Am 18. Juni will CEO Klaus Fiedler weitere Details zur Langfriststrategie präsentieren. Investoren erhoffen sich hier vor allem klare Aussagen zum LIDE-Fortschritt.
Die Diskrepanz zwischen operativer Realität und Börsenwert ist aktuell enorm. Das Basisgeschäft stagniert und der Umbau kostet Marge. Die LPKF-Aktie handelt fast ausschließlich auf Basis der Halbleiter-Hoffnung. Eine LIDE-Großbestellung im zweiten Halbjahr ist zwingend nötig, um die massiven Kursgewinne der vergangenen Wochen fundamental zu untermauern.
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