Lufthansa: 20.000 Flüge bis Oktober 2026 gestrichen
Die Lufthansa kürzt ihr Kurzstreckenangebot drastisch, um auf die explodierenden Treibstoffkosten zu reagieren. Die Aktie fällt deutlich.

Kurz zusammengefasst
- 20.000 Kurzstreckenflüge gestrichen
- Kerosinpreis erreicht Rekordhoch
- Aktie verliert über zehn Prozent
- Neuer Billigtarif Economy Basic
Die Treibstoffkosten zwingen die Lufthansa zu einem drastischen Schritt. Bis Oktober 2026 streicht der Konzern rund 20.000 Kurzstreckenflüge aus dem Programm. Der Konflikt im Nahen Osten treibt die Kerosinpreise in die Höhe. Die Airline zieht nun die Notbremse.
Betroffen sind vor allem weniger profitable Europaverbindungen ab München und Frankfurt. Ziele wie Stavanger oder Bydgoszcz fallen vorerst komplett weg. Andere Routen leitet die Lufthansa über alternative Drehkreuze um. Das Ziel: Der Konzern will bis zum Herbst etwa 40.000 Tonnen Kerosin einsparen.
Am Aktienmarkt hinterlassen diese Verwerfungen deutliche Spuren. Die Lufthansa-Aktie beendete den Freitagshandel bei 7,25 Euro. Auf Wochensicht verlor das Papier über zehn Prozent an Wert. Ein RSI-Wert von 24 signalisiert aktuell einen stark überverkauften Zustand.
Der operative Druck wächst rasant. Seit dem Winter hat sich der Kerosinpreis verdoppelt und markierte kürzlich ein Rekordhoch. Für das laufende Jahr hat die Lufthansa noch 80 Prozent ihres Bedarfs günstig abgesichert. Im kommenden Jahr fällt diese Quote jedoch auf 40 Prozent.
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Neuer Tarif und branchenweite Krise
Parallel zu den Kürzungen passt das Management die Preisstruktur an. Ab Ende April führt die Airline-Gruppe den neuen Tarif „Economy Basic“ ein. Fluggäste dürfen dann nur noch ein kleines Gepäckstück unter dem Vordersitz verstauen. Beim bestehenden „Light“-Tarif kostet eine Umbuchung künftig 100 Euro Gebühr.
Die gesamte Luftfahrtbranche kämpft mit den eskalierenden Energiekosten. Im Sektor zeichnet sich eine breite Korrektur ab:
- American Airlines senkte die Gewinnprognose für 2026 massiv.
- Air France-KLM erhöht die Treibstoffzuschläge auf Langstrecken.
- EasyJet verbuchte allein im März krisenbedingte Mehrkosten von 25 Millionen Britischen Pfund.
Am Montag wird der Markt die Kapazitätskürzungen erstmals vollständig einpreisen. Investoren achten nun genau auf die Stabilität der Buchungszahlen. Das Management muss beweisen, dass die höheren Ticketpreise die Passagiere nicht abschrecken. Die frische Integration der ITA Airways in die Star Alliance rückt dabei als möglicher Puffer in den Fokus.
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