Lufthansa: 90 Prozent ITA Airways im Sommer 2026
Lufthansa veröffentlicht voraussichtlich rote Quartalszahlen, während der ITA-Einstieg und neue Tarifgespräche anstehen.

Kurz zusammengefasst
- Erwarteter Verlust je Aktie
- Wiederaufnahme der Tarifgespräche
- Geplanter ITA-Anteilskauf auf 90 Prozent
- Fokus auf Sommerbuchungen und Spritpreise
Rote Zahlen zum Jahresauftakt, eine unruhige Belegschaft und ehrgeizige Expansionspläne. Wenn die Lufthansa in den kommenden Tagen ihre Bilanz für das erste Quartal vorlegt, blicken Investoren auf ein Unternehmen im Reparaturmodus. Nach massiven Flugausfällen im April muss der Vorstand nun zügig operatives Vertrauen zurückgewinnen.
Streikkosten belasten die Bilanz
Verluste im Winterquartal sind für Fluggesellschaften branchenüblich. Diesmal belasten die vorangegangenen Arbeitskämpfe die Kasse zusätzlich. Analysten rechnen im Marktkonsens mit einem negativen Ergebnis je Aktie von 0,31 Euro.
Experten behalten vorerst ihre neutrale Haltung bei, die Mehrheit rät zum Halten der Papiere. Bernstein Research sieht das Kursziel bei 7,90 Euro, der Marktdurchschnitt pendelt sich knapp darunter ein. Im Fokus der Marktbeobachter steht in den kommenden Monaten vor allem eine strikte operative Kostenkontrolle.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lufthansa?
Ein erstes Entspannungssignal lieferte das Wochenende. Der Konzern hat den Dialog mit der Kabinengewerkschaft wieder aufgenommen. Neue Gesprächsformate sollen das Risiko weiterer Streiks minimieren und den Sommerflugplan absichern. Ein verlässlicher Betrieb in der Hauptreisezeit gilt als zwingende Voraussetzung, um die Jahresziele zu retten.
Strategischer Ausbau in Südeuropa
Parallel zum operativen Geschäft bereitet das Management den nächsten strategischen Schritt in Südeuropa vor. Im Sommer greift voraussichtlich die vertraglich vereinbarte Option, den Anteil an der italienischen ITA Airways auf 90 Prozent aufzustocken. Die Ausweitung hängt noch von regulatorischen Auflagen und der wirtschaftlichen Entwicklung der Italiener ab. Geht der Deal durch, stärkt die Lufthansa ihr lukratives Transatlantikgeschäft über das Drehkreuz Rom massiv.
Auf dem Weg dorthin wartet ein dichter Terminplan. Im Mai folgt unmittelbar nach der Vorlage der Quartalszahlen die ordentliche Hauptversammlung. Dort wird das Management den Aktionären zur aktuellen Geschäftslage und zur Dividendenpolitik Rede und Antwort stehen. Das Hauptaugenmerk des Marktes richtet sich dann auf die konkrete Buchungslage für die Ferienmonate und die Kerosinpreisentwicklung – die beiden entscheidenden Stellschrauben für die Profitabilität im Gesamtjahr.
Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 4. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...