Lufthansa Aktie: 110 Millionen Euro Q1-Verbesserung

Lufthansa verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen geringeren operativen Verlust bei gestiegenem Umsatz. Technik und Fracht stützen das Ergebnis, während Streiks und Kerosinkosten belasten.

Redaktion Stock-World ·
Lufthansa Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Operativer Verlust um 110 Millionen Euro reduziert
  • Konzernumsatz steigt auf 8,7 Milliarden Euro
  • Lufthansa Technik und Cargo als Stabilitätsanker
  • April-Streiks belasten Passagiergeschäft in Frankfurt

Lufthansa meldet für das erste Quartal 2026 eine spürbare Erholung. Der operative Verlust schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr deutlich, während der Umsatz zulegte. Dennoch reagiert der Kapitalmarkt verhalten auf die jüngsten Kennzahlen.

Der Konzernumsatz kletterte um acht Prozent auf 8,7 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBIT) verbesserte sich parallel dazu um 110 Millionen Euro.

Das bereinigte Minus beläuft sich damit auf 612 Millionen Euro. Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 665 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 885 Millionen Euro.

Die Aktie geriet zuletzt unter Verkaufsdruck und verlor auf Sicht von sieben Tagen knapp sechs Prozent. Am Freitag schloss das Papier bei 7,72 Euro. Damit notiert der Titel seit Jahresbeginn rund zehn Prozent im Minus.

Technik und Fracht stützen das Ergebnis

Stabilität liefern vor allem die Nebensegmente. Lufthansa Technik steigerte den Umsatz um zwölf Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis dieser Sparte erreichte 158 Millionen Euro.

Die Frachtsparte Lufthansa Cargo steuerte ein bereinigtes EBIT von 83 Millionen Euro bei. Die konzernweite Auslastung lag bei knapp 82 Prozent. Unterstützung erhielten die Kennzahlen durch leicht steigende Stückerlöse.

Ein deutlicher Sprung gelang beim bereinigten freien Cashflow. Dieser stieg um 65 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Dies stärkt die finanzielle Basis für die anstehende Hauptreisesaison.

Kostenrisiken und operativer Ausblick

Operative Hürden bremsen die Dynamik jedoch aus. Sechs Streiktage im April belasteten das Passagieraufkommen am Drehkreuz Frankfurt massiv. Hinzu kommen Kerosinpreise, die das Ergebnis im laufenden Jahr mit etwa 1,7 Milliarden Euro belasten könnten.

Der Vorstand hat bereits 80 Prozent des Treibstoffbedarfs für 2026 abgesichert. Für das Gesamtjahr hält das Management an der Prognose fest. Das operative Ergebnis soll den Vorjahreswert von knapp zwei Milliarden Euro deutlich übertreffen.

Die Fluggesellschaft plant ferner ab Juni die schrittweise Wiederaufnahme der Verbindungen nach Tel Aviv. Anleger blicken nun auf die Stabilisierung des Flugbetriebs und die Entwicklung der Stückerlöse im zweiten Quartal.

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Lufthansa Aktie

7,15 EUR

– 0,08 EUR -1,11 %
KGV 13,59
KUV 0,21
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 4,68 %
Marktkapitalisierung 8,70 Mrd. EUR
Ø Kursziel 9,40 EUR
ISIN: DE0008232125 WKN: 823212

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