Die Lufthansa-Aktie hat Anfang Januar ein neues 12-Monats-Hoch bei 9,24 Euro erreicht – doch die Euphorie hält nicht lange. Gleich mehrere Investmenthäuser dämpfen die Erwartungen. Während das Management strategische Weichen für die kommenden Jahre stellt, bleibt die Frage: Wie viel Luft nach oben bleibt wirklich?
Die wichtigsten Fakten:
– Aktie konsolidiert nach Erreichen des 52-Wochen-Hochs bei 9,24 Euro
– Barclays bestätigt „Equal Weight“ mit Kursziel 7,70 Euro – deutlich unter aktuellem Niveau
– Bernstein hebt Kursziel leicht auf 7,75 Euro an, bleibt aber bei „Market-Perform“
– Konzern plant Kapazitätswachstum von 6 Prozent auf Langstrecke für 2026
Analysten sehen Bewertung als ausgereizt
Die jüngsten Einschätzungen der Investmenthäuser fallen verhalten aus. Barclays-Analyst Andrew Lobbenberg bestätigte nach einem Management-Treffen am 9. Januar die neutrale Einstufung mit einem Kursziel von 7,70 Euro. Das liegt rund 13 Prozent unter dem aktuellen Kurs von 8,74 Euro.
Lobbenberg betont zwar die Fortschritte bei Flottenerneuerung und Umstrukturierung im Hauptstreckennetz. Doch Tarifverhandlungen, regulatorische Änderungen und Wetterstörungen trüben das Bild. Bernstein Research hob das Kursziel minimal von 7,50 auf 7,75 Euro an – und bleibt damit ebenfalls deutlich unter dem aktuellen Niveau. Nur UBS zeigt sich mit einem „Buy“-Rating optimistischer.
Wachstumspläne stoßen an Grenzen
Der Konzern steht vor einem Kapazitätsproblem. Wie das Handelsblatt berichtet, prüft Lufthansa zwei Optionen für langfristiges Wachstum an den Drehkreuzen Frankfurt und München. Bis 2030 reicht die Infrastruktur, danach wird es eng. Mit über 200 bestellten Flugzeugen soll die Langstreckenflotte um etwa 20 Prozent wachsen.
Bei der italienischen Tochter ITA Airways läuft die Integration auf Hochtouren. CEO Jörg Eberhart krempelt die Führungsstruktur nach Lufthansa-Vorbild um. Rom kommt als viertes internationales Drehkreuz zur Gruppe hinzu.
Technische Stärke trifft auf fundamentale Skepsis
Die Aktie notiert deutlich über allen gleitenden Durchschnitten. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bei 7,55 Euro beträgt knapp 16 Prozent. Die Rally seit Herbst 2025 hat das Papier um über 50 Prozent nach oben katapultiert.
Doch die fundamentale Bewertung gibt Analysten zu denken. Bei einem geschätzten KGV von 6,85 für 2025 erscheint die Aktie auf den ersten Blick günstig. Die vorsichtigen Kursziele zeigen jedoch: Viele Hoffnungen sind bereits eingepreist.
Am 6. März folgen die Geschäftszahlen für 2025, am 12. Mai steht die Hauptversammlung in Frankfurt an. Die Dividendenrendite wird auf etwa 3,5 Prozent geschätzt. Die Teheran-Flüge bleiben vorerst bis Ende Januar ausgesetzt.
Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 13. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
