Die Stimmung für Deutschlands größte Fluggesellschaft hellt sich auf. BofA Securities hob die Lufthansa-Aktie am Montag von „Underperform“ auf „Neutral“ – und schraubte das Kursziel kräftig von 7,10 auf 9,20 Euro nach oben. Der Grund: Das Transatlantik-Geschäft läuft besser als erwartet, und die Geschäftsreisenden kehren zurück.
Die wichtigsten Faktoren hinter dem Upgrade:
– EBIT-Prognose für 2026 um 3 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro angehoben
– Erwartetes Erlöswachstum (RASK) von 3 Prozent
– Deutlich weniger Flugausfälle belasten das Ergebnis
– US-Routen entwickeln sich zum Margenmotor
Mehrere Häuser wechseln ins positive Lager
BofA ist nicht allein. Morgan Stanley ging Anfang Januar noch einen Schritt weiter und stufte direkt auf „Overweight“ hoch – Kursziel 9,30 Euro. Die Analysten trauen dem Turnaround-Programm ein jährliches EBITDA-Wachstum von 20 Prozent bis 2027 zu. Auch JPMorgan und Kepler Capital Markets hoben ihre Einschätzungen zuletzt an.
Barclays schwimmt gegen den Strom: Die britische Bank senkte die Einstufung Mitte Januar auf „Underweight“ und warnt vor „übermäßigem Optimismus“ am Markt.
USA als strategischer Hebel
Bemerkenswert ist die geografische Verschiebung: Mittlerweile stammen 60 Prozent der Buchungen für Transatlantik-Flüge aus den USA – nur noch 40 Prozent aus Europa. Lufthansa hat gezielt die Premium-Kapazitäten auf US-Routen ausgebaut. Das zahlt sich in den margenstärkeren Segmenten aus.
Mit einem EV/EBITDA-Multiple von 3,3x für 2026 handelt die Aktie leicht über dem historischen Durchschnitt. BofA hält das angesichts der erwarteten Gewinnentwicklung für gerechtfertigt und setzt das revidierte Bewertungsziel bei 3,5x an.
Tarifverhandlungen und Digitalisierung
Parallel starteten am Montag die Tarifverhandlungen für 20.000 Bodenbeschäftigte. Verdi fordert 6 Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit – ein potenzieller Kostenfaktor für die kommenden Quartale.
Auf der Technologieseite treibt der Konzern die Digitalisierung voran: Die Partnerschaft mit Amadeus soll eine neue „Order ID“ bringen, die klassische Buchungs- und Ticketnummern ersetzt und alle Reisekomponenten zentral bündelt.
Der Analystenkonsens bleibt trotz der jüngsten Upgrades bei „Halten“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 8,45 Euro. Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die optimistischeren Stimmen Recht behalten – oder ob Barclays‘ Warnung vor zu viel Euphorie berechtigt ist.
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