Lufthansa Aktie: Großer Umbau
Lufthansa plant eine drastische Reduzierung der Langstrecken-Flugzeugtypen und ein umfassendes Effizienzprogramm, um bis 2028 eine Brutto-EBIT-Wirkung von 2,5 Milliarden Euro zu erzielen.

Kurz zusammengefasst
- Reduzierung der Langstrecken-Flugzeugtypen von 13 auf 6
- Turnaround-Programm mit 2,5 Mrd. Euro Brutto-EBIT-Wirkung
- Selektives Wachstum im Langstreckennetz geplant
- Aktie notiert unter dem 50-Tage-Durchschnitt
Neue Routen, eine schlanke Flotte und ein klares Sparziel — Lufthansa hat auf einer Investorenkonferenz Mitte der Woche ein ambitioniertes Programm skizziert. Gleichzeitig tritt ITA Airways offiziell dem Vielfliegerprogramm Miles & More bei, ein konkreter Schritt zur tieferen Einbindung der italienischen Tochter in den Konzernverbund.
Flotte schrumpft, Effizienz steigt
Der auffälligste Punkt aus dem Investorenprogramm: Lufthansa will die Zahl der Langstrecken-Flugzeugtypen bis 2030 von 13 auf sechs reduzieren — Teil einer Erneuerung von insgesamt 240 Maschinen. Weniger Typen bedeuten niedrigere Wartungskosten und einfachere Schulungen. Neuere Triebwerke sollen den Treibstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent senken.
Parallel dazu wächst das Streckennetz selektiv. Ab Dezember 2026 verbindet eine neue Route München mit Rovaniemi, zweimal wöchentlich. Auf Langstrecken nach Singapur, Kapstadt und Johannesburg plant der Konzern kurzfristige Frequenzaufstockungen wegen gestiegener Nachfrage. Das Kapazitätswachstum konzentriert sich fast vollständig auf die Langstrecke; Kurzstrecken bleiben stabil.
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Finanzziele unter Druck
Für 2026 erwartet Lufthansa Netto-Investitionsausgaben von rund 2,9 Milliarden Euro — der Höhepunkt des laufenden Investitionszyklus. Trotzdem soll ein freier Cashflow von 0,9 Milliarden Euro herausspringen. Ein begleitendes Turnaround-Programm zielt bis 2028 auf eine Brutto-EBIT-Wirkung von 2,5 Milliarden Euro, davon sollen bereits 1,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr realisiert werden.
Externe Risiken bleiben präsent: Die Unsicherheiten im Nahen Osten belasten Routenplanung und Energiekosten. Das Management mahnte zur Disziplin bei der Kapazitätsausweitung — besonders über den Nordatlantik, wo die Ertragsstabilität nicht gefährdet werden soll.
Die Aktie notiert mit rund 7,32 Euro deutlich unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 8,64 Euro. Ob das Turnaround-Programm die nötige Überzeugungskraft entfaltet, wird sich spätestens mit den Halbjahreszahlen zeigen.
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