Lufthansa Aktie: Jubiläum im Streikfeuer
Lufthansa kämpft an ihrem 100. Geburtstag mit Streiks des Kabinenpersonals und steigenden Kerosinkosten. Die Aktie notiert unter dem 200-Tage-Durchschnitt.

Kurz zusammengefasst
- Kabinenpersonal streikt an Jubiläumstagen
- Steigende Kerosinkosten belasten Margen
- Aktienkurs notiert unter 200-Tage-Linie
- Personelle Neuausrichtung im Aufsichtsrat
Zum 100-jährigen Bestehen hätte sich Lufthansa eine andere Kulisse gewünscht. Während am Mittwoch Bundeskanzler Friedrich Merz zum Festakt in Frankfurt erwartet wird, legt das Kabinenpersonal der Gewerkschaft UFO genau an diesem Tag die Arbeit nieder.
Der Pilotenstreik der Vereinigung Cockpit endet zwar in der Nacht zu Mittwoch — betroffen waren Lufthansa, Lufthansa Cargo und CityLine seit Montag. Den nahtlosen Anschluss übernimmt UFO: Das Kabinenpersonal streikt Mittwoch und Donnerstag, mit Auswirkungen auf alle Abflüge ab Frankfurt und München. Reisende müssen sich also auf zwei weitere Tage Chaos einstellen.
Kerosin und Kosten als zweite Baustelle
Intern geht es um Altersvorsorge und Arbeitsbedingungen — extern drücken steigende Ölpreise auf die Marge. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten treiben die Kerosinkosten hoch. Lufthansa hat zwar rund 80 Prozent des Jahresbedarfs gegen Preisschwankungen abgesichert, bereitet sich intern aber bereits auf härtere Szenarien vor: Streichung unprofitabler Strecken, vorzeitige Ausflottung älterer Maschinen.
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Die Aktie notiert aktuell bei 7,83 Euro und damit knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 8,03 Euro — ein Niveau, das den anhaltenden Druck auf das Papier widerspiegelt.
Aufsichtsrat vor Umbau
Inmitten der Turbulenzen bereitet Lufthansa auch personelle Weichen. Auf der Hauptversammlung am 12. Mai in Frankfurt soll E.ON-Ex-Chef Johannes Teyssen neu in den Aufsichtsrat einziehen und perspektivisch den Vorsitz übernehmen. Carsten Knobel tritt nach acht Jahren nicht mehr an. Als weiteres neues Mitglied ist Bayer-Finanzvorstand Wolfgang Nickl nominiert. Auf der Agenda steht außerdem die Dividende für das Geschäftsjahr 2025.
Ob die Tarifkonflikte bis dahin gelöst sind, bleibt offen. Solange VC und UFO parallel verhandeln, dürfte das Störpotenzial für den Flugbetrieb hoch bleiben.
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