Lufthansa Aktie: Kühne kauft weiter?
Klaus-Michael Kühne stockt Lufthansa-Anteil auf 20 Prozent auf und schließt weitere Käufe nicht aus. Der Großaktionär stützt das Sanierungsprogramm der Fluggesellschaft.

Kurz zusammengefasst
- Kühne nun größter Einzelaktionär
- Weitere Aufstockung nicht ausgeschlossen
- Unterstützung für Sanierungsprogramm
- Geopolitische Risiken belasten Branche
Milliardär Klaus-Michael Kühne hat seinen Anteil an Lufthansa zuletzt von 15 auf 20 Prozent ausgebaut — und ist damit zum größten Einzelaktionär des Konzerns aufgestiegen. Jetzt kommt das nächste Signal: Die Kühne Holding schließt eine weitere Aufstockung innerhalb der kommenden zwölf Monate ausdrücklich nicht aus.
Kühne-Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt, der auch im Lufthansa-Aufsichtsrat sitzt, begründete das anhaltende Engagement mit den strategischen Zielen der Holding. Zugleich signalisierte er Rückendeckung für das laufende Sanierungsprogramm der Kernmarke Lufthansa Airlines — ein Programm, das 2025 gestartet wurde und auf die Wiederherstellung der operativen Wettbewerbsfähigkeit abzielt.
Gegenwind von außen
Das Timing ist nicht unbedingt komfortabel. Der Iran-Krieg hat den Ölpreis nach oben getrieben und belastet die Kostenstruktur der Airlines spürbar. Hinzu kommt der jüngste Dividendenabschlag von 0,33 Euro je Aktie, der den Kurs zuletzt unter Druck setzte.
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Auf politischer Ebene bewegt sich ebenfalls etwas: Der Bundestag berät diese Woche über eine Absenkung der Luftverkehrsteuer, die ab Juli greifen soll. Für Kurzstrecken würde die Abgabe von 15,53 auf 13,03 Euro sinken, bei Langstrecken von 70,83 auf 59,43 Euro. Die Branchenverbände BDL und ADV begrüßen den Schritt, mahnen aber weitere Entlastungen an — der Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen europäischen Standorten bleibe auch danach erheblich.
Stabiler Anker in unsicheren Zeiten
Für die Lufthansa-Aktie ist das Kühne-Engagement mehr als eine Randnotiz. Ein Großaktionär, der öffentlich weiteres Kaufinteresse signalisiert und das Sanierungsprogramm stützt, wirkt stabilisierend — gerade in einem Marktumfeld, das von geopolitischen Risiken und steigenden Energiekosten geprägt ist. Ob die operative Erholung schnell genug voranschreitet, um den Kurs nachhaltig zu stützen, wird sich in den kommenden Quartalszahlen zeigen müssen.
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