Kurz vor Beginn der Hauptreisesaison häufen sich die operativen Störungen bei der Lufthansa Group. Flugstreichungen bei der Tochter Swiss und ein Warnstreik in Berlin treffen den Konzern in einer Phase, in der er eigentlich Fahrt aufnehmen will.
Swiss streicht 326 Flüge im Sommer
Die Schweizer Konzerntochter Swiss hat für den kommenden Sommerflugplan 326 Flüge gestrichen — rund 0,4 Prozent des geplanten Gesamtangebots. Betroffen sind vor allem Langstreckenverbindungen nach Chicago und Shanghai, die besonders personalintensiv sind.
Der Grund: ein akuter Mangel an Kapitänen und Kopiloten für die Airbus-Typen A320, A330 und A340. Laufende Umschulungen auf den neuen A350 binden zusätzliche Ressourcen. Erschwerend kommen technische Defekte hinzu — elf Flugzeuge stehen wegen Triebwerksproblemen am Boden. Ein strukturelles Problem, das die gesamte Branche kennt, Swiss aber gerade besonders trifft.
Kurios dabei: In der Kabine herrscht zeitweise ein Überbestand von bis zu 300 Flugbegleitern. Piloten fehlen, Kabinenpersonal gibt es zu viel — die Ressourcenplanung gerät aus dem Gleichgewicht.
BER-Streik legt Berlin lahm
Am heutigen Mittwoch legte ein ganztägiger Warnstreik der Gewerkschaft ver.di den Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) weitgehend lahm. Da auch Verkehrsleitung und Flughafenfeuerwehr die Arbeit niederlegten, mussten sämtliche Starts und Landungen abgesagt werden. Rund 445 Flugbewegungen und etwa 57.000 Passagiere sind betroffen — darunter zahlreiche Verbindungen der Lufthansa Group.
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Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März angesetzt.
Ambitionierte Ziele, schwieriger Alltag
Der Konzern plant für 2026, durch sein Turnaround-Programm eine Ergebnisverbesserung von rund 1,5 Milliarden Euro zu erzielen. Kapazitätsausbau bei den Passagier-Airlines, Wachstum in Logistik und Wartung sowie die weitere Integration von ITA Airways sollen die Basis dafür bilden.
Die aktuellen Ereignisse zeigen jedoch, wie fragil der Weg dorthin bleibt. Fachkräftemangel und Triebwerkslieferprobleme sind keine kurzfristigen Störungen — sie sind strukturelle Bremsen. Die Lufthansa-Aktie notiert mit einem Minus von rund 16 Prozent über die letzten 30 Tage deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 8,68 Euro. Der Markt preist die Unsicherheit bereits ein. Ob das Turnaround-Programm seinen Zeitplan hält, hängt nicht zuletzt davon ab, wie schnell Swiss seine Pilotenlücke schließen kann — und ob Berlin nach dem 25. März zur Ruhe kommt.
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