Lufthansa: JPMorgan senkt Kursziel auf 7,50 Euro
JPMorgan reduziert das Kursziel für Lufthansa aufgrund gestiegener Kerosinkosten durch die Hormus-Sperrung. Die Airline reagiert mit massiven Flugstreichungen, um Treibstoff zu sparen.

Kurz zusammengefasst
- Kursziel von JPMorgan auf 7,50 Euro gesenkt
- Kerosinpreise durch Hormus-Sperrung verdoppelt
- 20.000 Flüge gestrichen, um Treibstoff zu sparen
- Quartalszahlen und Hauptversammlung im Mai erwartet
Gesperrte Meerenge, verdoppelte Kerosinpreise, gestrichene Flüge — Lufthansa kämpft gerade an mehreren Fronten. JPMorgan hat das Kursziel für die Aktie auf 7,50 Euro gesenkt und bleibt bei „Neutral“. Der Kurs notiert mit rund 7,48 Euro bereits knapp darunter.
Hormus-Sperrung trifft Frankfurt direkt
Analyst Harry Gowers begründet die Kurszielkürzung mit Versorgungsrisiken für Kerosin. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus bedroht den Öltransport in die Region. Für europäische Drehkreuze — darunter Frankfurt — hat das spürbare Folgen. Kerosinpreise haben sich laut der Analyse seit Beginn des Konflikts verdoppelt.
Lufthansa nutzt Frankfurt als primäres Drehkreuz. Das macht den Konzern besonders anfällig für Kostensteigerungen. Die neutrale Einstufung von JPMorgan spiegelt wider, wie schwer die weitere Entwicklung der Energiekosten einzuschätzen ist.
20.000 Flüge gestrichen, 40.000 Tonnen Kerosin gespart
Lufthansa reagiert mit einer deutlichen Straffung des Sommerflugplans. Bis Oktober 2026 streicht der Konzern 20.000 Kurzstreckenflüge — vor allem ab Frankfurt und München. Das spart rund 40.000 Tonnen Kerosin.
Kapazitäten verlagert Lufthansa an die Drehkreuze Zürich, Wien und Brüssel. Das Streckennetz soll damit weitgehend stabil bleiben. Die Folge: weniger Einnahmen auf Kurzstrecken, weniger Treibstoffkosten — ein Tausch, den der Konzern offenbar für sinnvoll hält.
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Die Aktie verliert seit Jahresbeginn rund 12 Prozent. Mit einem RSI von knapp 25 signalisiert das Papier eine deutlich überverkaufte Lage — ohne dass ein konkreter Kurstreiber in Sicht wäre.
Quartalszahlen und Hauptversammlung im Mai
Am 6. Mai legt Lufthansa den Quartalsbericht für Q1 2026 vor. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von 1,07 Euro. Sechs Tage später, am 12. Mai, findet die 73. ordentliche Hauptversammlung in Frankfurt statt.
Auf der Tagesordnung steht unter anderem eine vorgeschlagene Dividende von 0,33 Euro je Aktie — nach 0,30 Euro im Vorjahr. Außerdem stellen sich Dr. Johannes Teyssen als designierter Aufsichtsratsvorsitzender sowie Wolfgang Nickl als neues Aufsichtsratsmitglied zur Wahl. Die Q1-Zahlen werden zeigen, wie stark die Kerosinkosten das operative Ergebnis bereits belastet haben.
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