Lumentum Aktie: Aixtron-Bestellungen für Indiumphosphid
Lumentum erweitert seine Produktion für KI-Optikkomponenten und meldet Rekordumsätze, während Insiderverkäufe die Aktie belasten.
Kurz zusammengefasst
- Neue Aixtron-Anlagen für Indiumphosphid
- Rekordumsatz von 808,4 Millionen Dollar
- Insiderverkäufe sorgen für Kursdämpfer
- Analysten sehen weiteres Kurspotenzial
Lumentum greift tief in den Werkzeugkasten der KI-Infrastruktur ein. Der Konzern will seine Produktion von Indiumphosphid deutlich ausweiten und hat dafür mehrere Anlagen bei Aixtron bestellt. Der Hintergrund ist klar: Die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-Optik bleibt höher als das Angebot.
Das passt zum Marktumfeld. Hyperscaler rüsten ihre Netze von 400G auf 800G und 1,6T hoch. Dafür braucht es leistungsfähige optische Bauteile, und genau dort sitzt der Engpass.
Knappheit bis weit ins Jahr 2027
Das Management hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass bestimmte High-End-Komponenten faktisch bis spät in das Jahr 2027 ausverkauft seien. Die neue Investition zielt darauf, diese Lücke zu verkleinern. Lumentum positioniert sich damit noch stärker als Zulieferer für den KI-Rechenzentrumsbau.
Parallel dazu bleibt das Papier extrem bewegt. Der Kurs liegt bei 743,30 Euro und damit 2,21 Prozent unter dem Vortagesschluss von 760,10 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 12,17 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn aber immer noch ein Plus von 125,58 Prozent.
Gewinnstark, aber nicht ruhig
Operativ läuft es weiter stark. Im dritten Geschäftsquartal meldete Lumentum einen Rekordumsatz von 808,4 Millionen Dollar. Das lag 90 Prozent über dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,37 Dollar und übertraf die Erwartung von 2,27 Dollar.
Auch der Ausblick bleibt ambitioniert. Für das vierte Quartal stellt das Unternehmen 960 Millionen bis 1,01 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht. Die bereinigte operative Marge soll auf 35 bis 36 Prozent steigen.
Insider-Verkäufe dämpfen die Stimmung
Trotz der starken Zahlen sorgten jüngst auch Insidergeschäfte für Aufmerksamkeit. Direktorin Pamela Fletcher verkaufte Mitte Mai insgesamt 3.155 Aktien in zwei Tranchen. Die Transaktionen liefen über einen zuvor festgelegten 10b5-1-Plan.
Hinzu kommt ein weiterer Verkauf von Senior Vice President Jae Kim. Beide Vorgänge trafen auf ein ohnehin nervöses Umfeld. Der RSI liegt bei 57,7, die annualisierte 30-Tage-Volatilität bei 93,75 Prozent. Das zeigt: Die Aktie bleibt trotz starkem Grundtrend anfällig für schnelle Richtungswechsel.
Analysten bleiben konstruktiv
Die großen Häuser halten dennoch an ihrer positiven Sicht fest. Loop Capital belässt es bei einer Kaufempfehlung und nennt ein Kursziel von 1.400 Dollar. JPMorgan bestätigt 1.130 Dollar, Stifel hob das Ziel von 800 auf 1.100 Dollar an.
Der nächste harte Prüfstein kommt im August mit den finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2026. Dann wird sich zeigen, wie schnell Lumentum die neue Kapazität in echte Auslieferungen und weiter gefüllte Auftragsbücher umsetzen kann.
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