Der weltgrößte Luxusgüterkonzern trennt sich Schritt für Schritt von seinem Travel-Retail-Geschäft. Die DFS Group übergibt ihre Konzessionen an den US-Flughäfen Los Angeles und San Francisco an Duty Free Americas — ein Transfer, der voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen wird. Gleichzeitig schließt DFS seine Standorte in Hawaii und beendet nach mehr als 50 Jahren seinen Betrieb auf Guam, mit dem letzten Handelstag am 31. März 2026.
Verkauf eines schrumpfenden Geschäfts
Der Handlungsdruck ist verständlich. DFS erzielte 2025 noch einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro — verglichen mit rund 4 Milliarden Dollar in den frühen Pandemiejahren ein drastischer Rückgang. Schwache Konsumausgaben chinesischer Reisender haben das Geschäftsmodell des Flughafen-Einzelhandels strukturell belastet. Nach Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe erreichte DFS zuletzt zwar wieder die Gewinnschwelle, doch das Kernproblem bleibt: kapitalintensiver Betrieb in schrumpfenden Märkten.
Bereits im Januar hatte LVMH den Verkauf des DFS-Geschäfts in Hongkong und Macau an China Tourism Group Duty Free bestätigt. Der Konzern treibt die Veräußerung des gesamten DFS-Segments nach eigenen Angaben „langsam, aber sicher“ voran. An die Stelle von Flughafen-Laufkundschaft sollen künftig globale Markenpräsenz und Premiumpartnerschaften treten — etwa die seit diesem Jahr laufende zehnjährige Formel-1-Partnerschaft, bei der Marken wie Louis Vuitton und TAG Heuer im Umfeld internationaler Sportevents positioniert werden.
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Konzernzahlen verstärken den Druck
Der DFS-Umbau fällt in eine schwierige Phase für den Gesamtkonzern. LVMH meldete für 2025 einen Umsatz von 80,8 Milliarden Euro — ein Rückgang von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis sank um 9 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro. Beim organischen Wachstum blieb LVMH hinter Wettbewerbern wie Richemont und Hermès zurück.
Die Aktie spiegelt diese Lage wider. Mit einem Minus von rund 23 Prozent seit Jahresbeginn und einem Abstand von gut 24 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 652,80 Euro notiert der Titel deutlich unter seinen gleitenden Durchschnitten. Der RSI von knapp 31 signalisiert eine überverkaufte technische Situation — ob das eine Stabilisierung einleitet, hängt wesentlich davon ab, wie sich die Nachfrage aus Asien in den kommenden Monaten entwickelt.
Am 23. April findet die Hauptversammlung statt, Ende April folgt die Ausschüttung der Schlussdividende für 2025. Die Erstquartalszahlen werden zeigen, ob der strategische Umbau erste positive Effekte im Kerngeschäft Mode und Lederwaren hinterlässt.
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