LVMH: Kurs springt 6,19 Prozent nach Oddo-Anhebung
LVMH erwägt umfassenden Portfolioabbau mit Fokus auf Kernmarken Louis Vuitton und Dior.

Kurz zusammengefasst
- Verkauf von Marc Jacobs und Fenty-Beteiligung
- Kapital für Louis Vuitton und Dior
- Aktie legt nach Ankündigung zu
- Umsatzrückgang im ersten Quartal 2026
Jahrzehntelang galt LVMH als Sammler. Nun dreht der Konzern die Logik um. Der weltgrößte Luxusgüterkonzern erwägt den Verkauf mehrerer Marken — und das in einem Umfang, den es in der fast 40-jährigen Geschichte des Unternehmens so noch nicht gegeben hat.
Portfolioabbau mit klarem Ziel
Auf der Verkaufsliste stehen offenbar das Modelabel Marc Jacobs, LVMHs 50-Prozent-Beteiligung an Rihannas Fenty Beauty sowie das US-Weingut Joseph Phelps Vineyards. Ferner prüft die schwächelnde Sparte Moët Hennessy den Verkauf von Einzelmarken, darunter der Rum Eminente.
Der Fenty-Beauty-Anteil allein könnte zwischen 1,5 und 2,5 Milliarden Euro wert sein. Das Kapital soll in die Kernmarken Louis Vuitton und Dior fließen — eine klare Konzentration auf das, was LVMH wirklich stark macht.
Kursanstieg und neue Analystenziele
Der Markt reagiert positiv. Die LVMH-Aktie legte am Mittwoch rund sechs Prozent zu und notiert bei 478,50 Euro. Seit Jahresbeginn steht allerdings noch ein Minus von gut 25 Prozent zu Buche — der Kurs liegt deutlich unter seinem Januar-Hoch von 652,80 Euro.
Oddo BHF hat sein Kursziel für LVMH angehoben und erwartet eine Verbesserung im dritten Quartal 2026. Als Treiber nennt die Bank eine günstige Vergleichsbasis in China. Für das Geschäftsjahr 2025 prognostiziert Oddo BHF einen Umsatz von 80,8 Milliarden Euro und einen freien Cashflow von 11,3 Milliarden Euro. Die Dividende soll bei 13 Euro je Aktie bleiben.
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Geopolitik als Wachstumsbremse
Das operative Umfeld bleibt schwierig. Im ersten Quartal 2026 schrumpfte der Konzernumsatz um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Instabilität im Nahen Osten kostete LVMH nach eigenen Angaben rund einen Prozentpunkt organisches Wachstum — durch Filialschließungen und rückläufige Touristenströme.
Konzernchef Bernard Arnault warnte auf der Hauptversammlung im April, eine ungelöste Krise im Nahen Osten könnte zur globalen Katastrophe werden. Für das Geschäft bedeutet das: Normalisierung nur dann, wenn sich die Lage schnell beruhigt.
Der geplante Portfolioumbau ist damit mehr als ein strategisches Aufräumen. Er ist auch eine Antwort auf ein Marktumfeld, das wenig Spielraum für Schwächemarken lässt.
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