Die Lynas-Aktie startet mit spürbarem Gegenwind in die neue Handelswoche. Während der breite australische Markt zum Jahresauftakt leicht zulegen konnte, bleibt der seltene-Erden-Produzent unter Druck. Im Mittelpunkt stehen anhaltende operative Probleme und ein schwaches charttechnisches Bild.
Schwächere Entwicklung als der Markt
Am Freitag schloss die Lynas-Aktie bei 12,22 AUD und verlor damit 1,77 % bzw. 0,22 AUD gegenüber dem Vortag. Der S&P/ASX 200 legte zugleich um 0,15 % auf 8.727,80 Punkte zu.
Auf Wochensicht ergibt sich für Lynas ein Minus von rund 2,78 %. Damit hinkt der Titel vielen Werten aus dem Materials-Sektor hinterher. Die Diskrepanz zum freundlichen Gesamtmarkt deutet auf unternehmensspezifische Sorgen beim kurzfristigen Ausblick hin.
Produktionsprobleme belasten Stimmung
Auslöser für den aktuellen Druck auf die Aktie sind fortdauernde operative Belastungen. Im Fokus stehen erhebliche Störungen der Stromversorgung in der Kalgoorlie Rare Earths Processing Facility.
Die Folgen im Überblick:
- Produktionsausfall: Die Unterbrechungen haben zu einem geschätzten Produktionsdefizit in Höhe von etwa einem Monatsvolumen im betroffenen Quartal geführt.
- Folgewirkungen: Geringere Zuflüsse aus Kalgoorlie bremsen die Produktion in der malaysischen Raffinerie, insbesondere beim Output von Mixed Rare Earth Carbonate (MREC).
- Wartungsarbeiten: Parallel läuft eine größere planmäßige Wartung in Malaysia, was die kurzfristige Möglichkeit einschränkt, die verlorenen Mengen schnell aufzuholen.
Lynas setzt aktuell auf Off-Grid-Stromlösungen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Zwar wird angestrebt, die ausgefallenen Volumina im laufenden Geschäftsjahr bis Ende Juni 2026 aufzuholen, doch die unmittelbare Unsicherheit spiegelt sich weiterhin im Kursverlauf wider.
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Technische Lage bleibt angeschlagen
Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer schwachen Verfassung. Analysen vom Wochenende sprechen von einem „Strong Sell“-Setup über mehrere Zeithorizonte hinweg.
Wesentliche Punkte:
- Der Kurs notiert unter wichtigen gleitenden Durchschnitten, darunter der 50- und der 200-Tage-Linie – ein klares Zeichen für einen etablierten Abwärtstrend.
- Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei etwa 31 und nähert sich damit der überverkauften Zone.
- Der Bruch der Unterstützung bei 12,50 AUD hat den Weg für weitere Abgaben in tiefere Kursregionen geöffnet, sofern sich die Stimmung nicht zügig aufhellt.
Theoretisch könnte der niedrige RSI eine technische Gegenbewegung begünstigen, doch aktuell fehlen dafür klare positive Impulse.
Langfristige Perspektive und strategische Rolle
Trotz des kurzfristig belasteten Bildes liefert der längerfristige Ausblick einen deutlich anderen Ton. Jüngst veröffentlichte Analysen rechnen damit, dass Lynas den Umsatz im Jahr 2026 potenziell verdoppeln könnte. Grundlage dieser Annahmen sind:
- erwartete Erholung der Preise für Seltene Erden, insbesondere Neodym-Praseodym (NdPr)
- das Hochfahren zusätzlicher Kapazitäten
Hinzu kommt die jüngste Aufnahme von Lynas in den S&P/ASX 50 Index, wirksam seit Ende Dezember 2025. Das unterstreicht die Bedeutung des Unternehmens als Large Cap im Rohstoffsektor und als wichtigsten Produzenten seltener Erden außerhalb Chinas im Kontext westlicher Lieferkettenstrategien.
Kurzfristig bleibt jedoch entscheidend, dass die Stromversorgung in Kalgoorlie stabilisiert und die geplanten Produktionsziele im laufenden Geschäftsjahr erreicht werden. Gelingt dies, könnten sich die derzeitigen operativen Rückschläge und die schwache technische Verfassung im weiteren Verlauf des Fiskaljahres relativieren.
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