Lynas Aktie: Rally dank China-Sorgen

Berichte über mögliche chinesische Exportbeschränkungen für seltene Erden haben die Aktie von Lynas Rare Earths deutlich beflügelt. Das Unternehmen profitiert als größter alternativer Produzent.

Kurz zusammengefasst:
  • Kursgewinn von über 18 Prozent in einer Woche
  • Angst vor chinesischen Exportkontrollen als Treiber
  • Lynas als strategischer Lieferant außerhalb Chinas
  • Wichtige Quartalszahlen Ende Januar erwartet

Droht ein neuer Engpass bei kritischen Rohstoffen? Berichte über mögliche Exportbeschränkungen durch Peking haben Anleger am vergangenen Freitag aufgeschreckt und eine Flucht in alternative Anbieter ausgelöst. Als wichtigster Produzent außerhalb Chinas rückte dabei sofort Lynas Rare Earths in den Fokus.

Angst vor Verknappung treibt Kurs

Die Aktie verzeichnete in der vergangenen Woche einen massiven Aufwärtstrend und legte binnen fünf Handelstagen um über 18 Prozent zu. Treibstoff für diese Bewegung waren am Freitag (9. Januar) aufkommende Berichte, wonach China die Ausfuhrkontrollen für seltene Erden verschärfen könnte. Staatsnahe chinesische Medien deuteten an, dass speziell mittelschwere und schwere seltene Erden betroffen sein könnten. Japan reagierte bereits alarmiert auf diese verhüllten Warnungen.

Lynas

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Lynas profitiert direkt von dieser Unsicherheit. Das Unternehmen ist der einzige bedeutende kommerzielle Produzent von getrennten seltenen Erden außerhalb des chinesischen Einflussbereichs. Da diese Rohstoffe für Elektrofahrzeuge, Windturbinen und Verteidigungstechnologie unverzichtbar sind, würde jede Verknappung durch den Marktführer China den strategischen Wert von Lynas sofort erhöhen.

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Interessanterweise zeigten sich die US-Anleger am Freitag skeptischer: Während die Notierung in Australien haussierte, gaben die in den USA gehandelten American Depositary Receipts (ADRs) um 5,9 Prozent nach. Zeitgleich wurde eine Veränderung im Aktienbestand eines Großaktionärs gemeldet.

Strategische Bedeutung wächst

Die aktuellen geopolitischen Spannungen unterstreichen die Rolle von Lynas in den westlichen Lieferketten. Regierungen und Hersteller versuchen seit Jahren, ihre Abhängigkeit von China zu reduzieren. Ein Beleg für diese Strategie ist die im Oktober unterzeichnete Absichtserklärung mit dem US-Unternehmen Noveon Magnetics, die auf den Aufbau einer eigenständigen amerikanischen Versorgungskette für Seltenerdmagneten abzielt. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Preissetzungsmacht von Alternativanbietern bei einer Verschärfung der chinesischen Exportpolitik deutlich steigen dürfte.

Der Blick nach vorn

Anleger warten nun auf konkrete politische Ankündigungen aus Peking. Auf Unternehmensebene stehen wichtige Termine an: Voraussichtlich um den 20. Januar 2026 wird Lynas die Umsatz- und Erlöszahlen für das Dezemberquartal veröffentlichen, gefolgt vom vollständigen Ergebnisbericht Anfang März. Operativ plant das Unternehmen zudem, im April 2026 die Samarium-Produktion in der malaysischen Anlage aufzunehmen.

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