Lynas Aktie: Wettbewerbsvorteile genutzt

Der Seltene-Erden-Produzent Lynas verzeichnet starkes Umsatzwachstum, kämpft aber mit Produktionsstörungen. Ein bevorstehender CEO-Wechsel und hohe Kursgewinne prägen das aktuelle Bild.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatz steigt kräftig durch höhere Verkaufspreise
  • Produktion durch Stromausfälle und Wartung beeinträchtigt
  • CEO Amanda Lacaze kündigt ihren Rücktritt an
  • Aktie legt seit Jahresbeginn deutlich zu

Lynas präsentiert derzeit ein widersprüchliches Gesamtbild: operative Probleme treffen auf starkes Umsatzwachstum, während gleichzeitig ein Führungswechsel bevorsteht. Der Markt reagiert darauf mit deutlichen Schwankungen – doch wie stark wiegen die operativen Rückschläge im Vergleich zu den Wachstumsaussichten?

Produktion schwächelt, Umsatz zieht an

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Lynas einen kräftigen Umsatzanstieg. Die Bruttoerlöse legten im Jahresvergleich um 43 % auf 201,9 Mio. US-Dollar zu. Treiber war vor allem ein höherer durchschnittlicher Verkaufspreis von 85,60 US-Dollar je Kilogramm für die Seltenen Erden.

Lynas

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Auf der Produktionsseite sieht das Bild jedoch deutlich verhaltener aus. Die Herstellung von Rare Earth Oxides (REO) wurde durch Störungen in der Stromversorgung der Anlage im australischen Kalgoorlie beeinträchtigt. Hinzu kam eine größere, geplante Ofenwartung im Werk in Malaysia.

In der Folge wurden die durchschnittlichen Gewinnerwartungen für Lynas nach unten angepasst, da der Produktionsrückstand in den Prognosen berücksichtigt wurde. Gleichzeitig hoben mehrere Analysten ihre Kursziele an. Begründung: Der Absatz höherwertiger Neodym-Praseodym-(NdPr)-Bestände stützte die Verkaufspreise und kompensierte einen Teil der operativen Dämpfer.

CEO-Rücktritt und strategische Neuausrichtung

Für zusätzliche Bewegung sorgt der angekündigte Führungswechsel. CEO und Managing Director Amanda Lacaze hat den Aufsichtsrat am 13. Januar darüber informiert, dass sie nach rund zwölf Jahren an der Spitze zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres in den Ruhestand gehen will.

Dieser Schritt fällt in eine Phase, in der Lynas die eigene Absatzstrategie schärft. Das Unternehmen fokussiert sich verstärkt auf Abnahmeverträge mit Kunden außerhalb Japans und Chinas, die bereit sind, höhere Preise zu bezahlen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von einzelnen Regionen zu reduzieren und den Wert der eigenen Produkte besser durchzusetzen.

Die jüngsten Kursbewegungen spiegeln die Mischung aus operativen Unsicherheiten und strategischem Fortschritt wider:

  • Starke kurzfristige Entwicklung: Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 35,5 % bis 38 % im Plus.
  • Sehr hoher Jahresgewinn: Auf Zwölfmonatssicht beträgt die Gesamtrendite für Aktionäre etwa 154,3 % bis 158,6 %.
  • Technische Erholung: Nach einem Viermonatstief bei 12,15 AUD am 2. Januar sprang der Kurs am 7. Januar deutlich an – ohne erkennbaren fundamentalen Auslöser. Marktteilnehmer werten dies als technische Gegenbewegung nach einer übertriebenen Schwächephase.

Rückenwind durch NdPr-Markt

Das Marktumfeld für Lynas bleibt grundsätzlich günstig. Die Preise für Seltene Erden ziehen an, besonders für NdPr. Dieser Trend setzte sich auch im Januar fort. Unterstützung kommt vor allem aus drei Bereichen:

  • Elektromobilität
  • Erneuerbare Energien
  • Verteidigungs- und Hochtechnologie

Für das Geschäftsjahr 2026 liegen optimistische Schätzungen vor. Einige Analysten halten eine Verdopplung der Erlöse auf rund 1,1 Mrd. US-Dollar für möglich. Grundlage dieser Annahmen sind:

  • Ein erwarteter Anstieg der NdPr-Produktionsmengen um etwa 35 %
  • Ein mögliches Plus der NdPr-Preise von rund 48 %

Zusätzlich bleibt die Rolle von Lynas als bedeutender, nicht-chinesischer Anbieter von Seltenen Erden ein zentraler Faktor. In einem geopolitisch angespannten Umfeld wird diese Position als wichtiger Wettbewerbsvorteil gewertet, der die mittelfristigen Wachstumsperspektiven trotz der aktuellen operativen Stolpersteine stützt.

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