MDAX: Fuchs glänzt, Hella hält Kurs

Fuchs verzeichnet starkes Halbjahr und hebt Prognose an, während Hella trotz Gewinnrückgangs an seinen Zielen festhält. Der MDAX notiert leicht im Plus.

Redaktion Stock-World ·
Moderne Börsenanzeigen und Datenvisualisierungen auf Bildschirmen in einem professionellen Finanzumfeld. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Fuchs übertrifft Erwartungen mit starkem Wachstum
  • Hella bestätigt Jahresziele trotz rückläufigem Gewinn
  • MDAX zeigt sich mit leichten Gewinnen stabil
  • Fuchs hebt EBIT-Prognose für Gesamtjahr an

Zwei MDAX-Schwergewichte haben binnen 24 Stunden ihre Halbjahreszahlen offengelegt — und liefern ein Bild mit deutlichen Kontrasten. Während Schmierstoffhersteller Fuchs mit Rekordzahlen aufwartet, hält sich Autozulieferer Forvia Hella trotz leicht rückläufigem Gewinn an seine Jahresprognose. Der Index selbst notierte zuletzt bei rund 32.409 Punkten und damit leicht im Plus.

Fuchs überrascht mit Wachstumsschub

Bei Fuchs beschleunigte sich das Geschäft im zweiten Quartal spürbar. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 kletterte um 11 Prozent auf 2,003 Milliarden Euro, das EBIT legte sogar um 24 Prozent auf 260 Millionen Euro zu. Die operative Marge erreichte damit 13 Prozent.

Besonders die Region Asien-Pazifik stach hervor: Der Umsatz stieg dort um 12 Prozent auf 567 Millionen Euro, das EBIT sprang um 42 Prozent auf 91 Millionen Euro — allerdings auch getrieben von einem Einmaleffekt aus einem Grundstücksverkauf. Nord- und Südamerika verzeichneten ein EBIT-Plus von 49 Prozent auf 52 Millionen Euro. Der Vorstand hob die EBIT-Prognose für das Gesamtjahr moderat auf eine Spanne von 460 bis 480 Millionen Euro an, zuvor waren rund 450 Millionen Euro anvisiert.

Ein Wermutstropfen bleibt der freie Cashflow vor Akquisitionen: Er sank von 81 auf 61 Millionen Euro, weil das Unternehmen inflationsbedingt mehr Nettoumlaufvermögen aufbauen musste. Für die zweite Jahreshälfte verweist Fuchs auf Risiken durch den Nahost-Konflikt, der Engpässe bei Grundölen und höhere Logistikkosten verursachen könnte.

Hella bestätigt Ziele trotz Gewinnrückgang

Bei Forvia Hella sieht das Bild ruhiger, aber nicht ganz so glänzend aus. Der operative Gewinn des Lichtspezialisten fiel im ersten Halbjahr um knapp zehn Prozent auf 214 Millionen Euro, die operative Marge rutschte um 0,6 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent. Der währungsbereinigte Umsatz legte dagegen auf etwas mehr als vier Milliarden Euro zu — getragen vor allem vom Elektronikgeschäft, das laut Unternehmen die Entwicklung der globalen Fahrzeugproduktion übertrifft.

Trotz der margenseitigen Delle hält der Vorstand an der bisherigen Jahresprognose fest: ein währungsbereinigter Umsatz zwischen rund 7,4 und 7,9 Milliarden Euro sowie eine operative Marge zwischen 5,4 und 6,0 Prozent. Zum Vergleich: 2025 hatte Hella noch rund acht Milliarden Euro umgesetzt bei einer Marge von 6,0 Prozent — die Zielspanne für 2026 lässt also durchaus Spielraum nach unten.

Für Fuchs steht am heutigen Freitag die Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren an, bei der weitere Details zum zweiten Halbjahr erwartet werden.

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