MDax-Index: Unterbewertet?

Der MDAX zeigt deutliche Underperformance gegenüber dem DAX. Energiepreise und Bürokratie belasten die mittelgroßen Unternehmen, doch Experten sehen Aufholpotenzial.

Dr. Bernd Heim ·
Finanzdistrikt-Skyline im Sonnenaufgang

Kurz zusammengefasst

  • MDAX mit schwacher Performance von +0,3%
  • Energiepreise und Bürokratie als Hauptbelastungen
  • Fokus auf deutschen Markt als Nachteil
  • Positive Aussichten durch sinkende Energiekosten

Der MDAX (Mid-Cap-DAX) ist ein deutscher Aktienindex, der 1996 eingeführt wurde. Er umfasst 50 mittelgroße Unternehmen (Mid Caps), die nach Marktkapitalisierung und Handelsvolumen direkt hinter den DAX-Unternehmen rangieren. Beispiele für MDAX-Unternehmen sind Airbus, CTS Eventim und Hugo Boss. Der MDAX dient als wichtiger Indikator für die deutsche Wirtschaft und ergänzt den DAX, indem er kleinere, aber ebenfalls bedeutende Unternehmen abbildet.

Der MDAX underperformed aktuell den DAX

Während der DAX in den vergangenen 12 Monaten um rund +27% zulegen konnte, sieht das Ergebnis beim MDAX mit +0,3% im gleichen Zeitraum sehr „mager“ aus. Für dieses schlechte Ergebnis sind hauptsächlich zwei Gründe zu nennen.

Die Gründe für die schlechte Performance

Die im MDAX vertretenen Unternehmen sind deutlich weniger international tätig als die „großen Brüder“ im DAX. MDAX-Werte generieren ihre Gewinne hauptsächlich in Deutschland. Hier gab es massive Hemmschuhe in Form zeitweilig enorm hoher Energiepreise. Das resultierte aus dem Ukraine-Krieg und dem damit verbundenen Ausfall der russischen Gaslieferungen. Dazu kommen „deutschlandtypische“ Probleme wie eine überbordende Bürokratie. Als das hat dazu geführt, dass das Bruttoinlandsprodukt 2024 mit -0,2% zu Buche stand. Ein weiterer Grund ist das Verhalten großer vor allem ausländischer Investoren, die sich in der Regel zuerst auf die bekannteren DAX-Werte konzentrieren.

Der Weg nach oben öffnet sich

Aktuell sehe ich den MDAX wieder positiver. Denn die Energiepreise befinden sich nun wieder etwa auf dem Niveau von 2020 und damit der Situation vor der Energiekrise. Es bleibt zwar noch das Problem der überbordenden Bürokratie. Aber das begleitet deutsche Unternehmen seit Jahrzehnten. Ein zusätzlicher positiver Faktor sind erneut die ausländischen Investoren. Denn der DAX ist bereits sehr gut gelaufen. Es steht zu erwarten, dass die Investitionen nun auch in den bislang underperformenden MDAX fließen.

Konservative Investoren steigen erst dann einn, wenn sich ein positiver Trend zeigt

Potenzielle Investoren werden abwarten, bis sich ein klar bullischer Trend ausbildet. Um das zu erkennen, können Sie mit gleitenden Durchschnitten arbeiten. Der Anstieg des MDAX um rund 1,1% in den vergangenen 5 Handelstagen ist bereits ein erste positives Signal.

 

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MDAX Index

32.377,29 PKT

– 87,10 PKT -0,27 %
KGV
Sektor
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung
ISIN: DE0008467416 WKN: 846741

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