MercadoLibre hat im vierten Quartal 2025 Umsätze von 8,8 Milliarden US-Dollar erzielt – ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2025 weist der lateinamerikanische E-Commerce- und Fintech-Konzern Erlöse von 28,9 Milliarden Dollar aus, was einem Anstieg von 39 Prozent entspricht. Während das Unternehmen massiv in Logistik und Finanzdienstleistungen investiert, stellt sich die Frage: Kann MercadoLibre dieses Tempo halten?
Wachstum auf breiter Front
Das operative Ergebnis für das vierte Quartal lag bei 889 Millionen Dollar. Im Gesamtjahr 2025 stieg das Betriebsergebnis um 22 Prozent. Getrieben wurde die Entwicklung durch das Zusammenspiel aus E-Commerce und Finanzdienstleistungen. Das Bruttowarenvolumen (GMV) erreichte im vierten Quartal rund 19,9 Milliarden Dollar – ein Zuwachs von 37 Prozent in US-Dollar. Das Zahlungsvolumen (TPV) summierte sich für das Gesamtjahr auf 278 Milliarden Dollar.
Besonders dynamisch entwickelte sich die Fintech-Sparte. Das Kreditportfolio hat sich nahezu verdoppelt und erreichte 12,5 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 90 Prozent entspricht. Die monatlich aktiven Nutzer von Mercado Pago kletterten im vierten Quartal auf 78 Millionen – ein Plus von 27 Prozent. Die Zahl der einzigartigen Käufer in der Region stieg auf 83 Millionen.
Strategie drückt auf die Marge
Die starken Wachstumszahlen haben allerdings ihren Preis. Strategische Investitionen in kostenfreien Versand, grenzüberschreitenden Handel, Eigenmarken und Kreditkarten belasteten die operative Marge im vierten Quartal um fünf bis sechs Prozentpunkte. Das Unternehmen setzt bewusst auf langfristigen Marktanteilsgewinn statt auf kurzfristige Profitabilität.
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Ein erheblicher Teil des Zahlungsvolumens entfällt mittlerweile auf Transaktionen außerhalb des eigenen E-Commerce-Ökosystems. Das zeigt, wie stark Mercado Pago als eigenständige Zahlungslösung bei Drittanbietern und Verbrauchern in der Region etabliert ist. In Brasilien, Mexiko und Argentinien – den drei wichtigsten Märkten – behauptet MercadoLibre eine dominante Position gegenüber anderen Akteuren.
Regionales Umfeld stützt Expansion
Die lateinamerikanische Handelslandschaft entwickelt sich positiv. Laut Interamerikanischer Entwicklungsbank (BID) wuchsen die regionalen Warenexporte 2025 um 6,4 Prozent. Diese Dynamik kommt der Logistik- und Transaktionsinfrastruktur zugute, die MercadoLibre seit Jahren aufbaut. Das Geschäftsmodell ruht auf drei Säulen: Eigene Versandnetzwerke treiben das Transaktionsvolumen, Zahlungsdienstleistungen erschließen den Offline-Handel, und datengestützte Kreditvergabe generiert zusätzliche Erträge.
Brasilien steuerte im Geschäftsjahr 2025 rund 53 Prozent der Umsätze bei, Mexiko etwa 22 Prozent und Argentinien 21 Prozent. Der Rest entfällt auf kleinere Märkte. Mit dieser regionalen Aufstellung profitiert das Unternehmen von der fortschreitenden Digitalisierung des Handels in Lateinamerika. Die Kombination aus Marktplatz und Finanzdienstleistungen bleibt der zentrale Hebel für weiteres Wachstum – sofern die Investitionen in Infrastruktur und Kundenbindung greifen.
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