Mercedes-Aktie: Sie verlieren einfach!

Der Stuttgarter Autobauer steht vor komplexen Herausforderungen durch neue Handelsbarrieren trotz eigener Produktionsstätten in Nordamerika und drohenden EU-Gegenmaßnahmen.

Jörg Mahnert ·
Mercedes-Benz Aktie - Beitragsbild

Kurz zusammengefasst

  • US-Produktionsstätten bieten begrenzte Entlastung
  • Hohe Investitionen für Produktionsverlagerung nötig
  • Lieferketten müssten komplett umstrukturiert werden
  • Drohende EU-Gegenzölle verschärfen Situation

Zölle sind aktuell das zentrale Thema an der Börse. Die deutschen Autowerte leiden natürlich sehr stark unter diesen US-Abgaben. Auch Mercedes muss nun mit 25% Zoll auf seine Exporte in die USA „leben“. Große Fluchtmöglichkeiten bleiben da leider nicht.

Mercedes produziert in den USA

Zwei Werke unterhält Mercedes in den USA. Das Werk in Tuscaloosa war das erste Werk der Mercedes-Benz Group in den USA. Es wurde 1995 gegründet und war das erste große Mercedes-Benz Werk außerhalb Deutschlands. Dort werden die SUV GLE, GLS und GLE Coupé sowie der Mercedes-Maybach GLS für alle weltweiten Märkte montiert.

Die dort ansässige Mercedes-Benz U.S. International (MBUSI) ist einer der größten Automobilexporteure der USA. In Charleston fertigen rund 1.700 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den Sprinter und seit Januar 2024 auch den eSprinter für den nordamerikanischen Markt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Mercedes-Benz?

Das Werk wurde im Jahr 2006 als DaimlerChrysler Manufacturing International gegründet und in 2016 in Mercedes-Benz Vans, LLC umbenannt.

Das Problem: Alles müsste geändert werden

Es ist schon mal positiv anzumerken, dass für diese in den USA gefertigten Fahrzeuge keine Zölle anfallen. Aber was ist mit den anderen Modellen, die aktuell in Europa hergestellt und dann in die USA verschifft werden? Um auch diese in den USA herzustellen, wären gigantische Investitionen notwendig. Die gesamten weltweiten Lieferketten müssten umgebaut werden.

Ein weiteres Problem: Die Gegenzölle

Und es kommt noch schlimmer: Die Fahrzeuge, die in den USA hergestellt werden, werden zum Teil wieder nach Europa exportiert. Und dort werden Pläne laut, massive Gegenzölle zu etablieren. Damit wäre Mercedes erneut gestraft. Denn für die EU ist in diesem Fall das Unternehmen ein Exporteur wie alle anderen US-Unternehmen auch.

Mercedes-Benz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mercedes-Benz-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:

Die neusten Mercedes-Benz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mercedes-Benz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Mercedes-Benz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Mercedes-Benz Aktie

52,28 EUR

+ 0,62 EUR +1,20 %
KGV 9,83
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 6,77 %
Marktkapitalisierung 46,59 Mrd. EUR
ISIN: DE0007100000 WKN: 710000

Community Forum zu Mercedes-Benz

Ähnliche Artikel

· Tech & Software

SAP Aktie: Rückkauf verpufft

· Ethereum & Altcoins

Ethereum: Rüstet für die Quanten-Ära

· Pharma & Biotech

Nvidia Aktie: Pharma, Autos, Rekordrendite

· Pharma & Biotech

Ocugen Aktie: Gefährliche Abhängigkeiten?

· Erneuerbare Energien

Rwe Aktie: Ausgezeichnete Neuigkeiten!

Weitere Artikel zu Mercedes-Benz

Alle Artikel anzeigen
· Earnings

Mercedes-Benz Aktie: Produkte glänzen, Zahlen drücken

· Turnaround

Mercedes-Benz Aktie: Vier Plattformen, ein Ziel

· Turnaround

Mercedes-Benz Aktie: Software soll Margen retten

· Turnaround

Mercedes-Benz Aktie: Gewinneinbruch erzwingt Umbau

· Turnaround

Mercedes-Benz Aktie: Der harte Umbau