Mercedes-Benz Aktie: 37 Millionen Aktien zurückgekauft
Schwache Rendite und China-Flaute drücken Mercedes-Aktie ans Jahrestief. Milliarden-Rückkauf stützt den Kurs nur bedingt.

Kurz zusammengefasst
- Bereinigte Umsatzrendite sinkt auf 4,1 Prozent
- Aktie verliert seit Jahresbeginn fast 22 Prozent
- Harter Preiskampf in China belastet
- Rückkaufprogramm von zwei Milliarden Euro
Starke Autos, schwache Margen. Bei Mercedes-Benz klaffen Anspruch und Realität derzeit weit auseinander. Eine neue Branchenstudie von EY stellt den Stuttgartern ein bitteres Zeugnis aus. Die deutschen Autobauer fallen im internationalen Vergleich zurück. Das drückt massiv auf den Aktienkurs.
Margendruck im Premiumsegment
Die Untersuchung zeigt ein klares Bild. Internationale Konkurrenten arbeiten deutlich profitabler als Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen. Besonders der Jahresstart lief für die deutschen Hersteller enttäuschend. Der Hauptgrund liegt im Fernen Osten. China wandelt sich vom Wachstumsmotor zum Problemfeld.
Im Reich der Mitte tobt ein harter Preiskampf. Käufer meiden zunehmend teure deutsche Premiummodelle. Stattdessen greifen sie bei Elektroautos zu heimischen Marken. Mercedes-Benz spürt diesen Gegenwind massiv. Im ersten Quartal schrumpfte die bereinigte Umsatzrendite der Autosparte auf 4,1 Prozent. Das liegt nur noch knapp über der unteren Prognosegrenze.
Absturz ans Jahrestief
Die schwache operative Entwicklung spiegelt sich im Chart wider. Am Freitag rutschte das Papier um 1,78 Prozent ab. Der Schlusskurs lag bei 48,20 Euro. Damit summiert sich der Verlust seit Jahresbeginn auf fast 22 Prozent.
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Das Kursbild ist stark angeschlagen. Die Aktie notiert nur noch gut ein Prozent über ihrem bisherigen Jahrestief. Auch die wichtigen Trendlinien bieten keinen Halt. Der Kurs verläuft deutlich unter den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50 und 200 Tage.
Milliarden-Rückkauf stützt den Kurs
Ein kompletter Absturz bleibt den Aktionären bisher erspart. Der Grund: ein massives Aktienrückkaufprogramm. Mercedes-Benz investiert bis zu zwei Milliarden Euro in eigene Papiere. Das Programm läuft noch bis November 2026. Bis Ende Mai erwarb der Konzern bereits knapp 37 Millionen Aktien.
Diese Maßnahme stützt den Gewinn je Aktie rein rechnerisch. Sie löst aber die operativen Probleme nicht. Fällt die wichtige Unterstützung beim Jahrestief von 47,66 Euro, drohen weitere Abverkäufe. Ohne eine spürbare Erholung im chinesischen Markt fehlt der Aktie derzeit der nötige Antrieb für eine Trendwende.
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