Mercedes-Benz Aktie: Alarmbereitschaft erhöhen?

Neue Strafzölle aus den USA dominieren die Kursentwicklung von Mercedes-Benz und überlagern operative Fortschritte. Die Veröffentlichung der Jahreszahlen im Februar wird zum Belastungstest.

Kurz zusammengefasst:
  • Protektionistische Signale aus Washington belasten Aktie
  • Hohe Exportquote in die USA macht Margen verwundbar
  • Analystenziele zeigen vorsichtiges Wertpotenzial
  • Jahresergebnisse 2025 werden im Februar erwartet

Neue US-Zolldrohungen treffen Mercedes-Benz in einer heiklen Phase. Noch bevor die endgültigen Jahreszahlen 2025 auf dem Tisch liegen, rücken geopolitische Risiken wieder in den Vordergrund und überlagern operative Fortschritte. Die zentrale Frage: Wie stark können Strafzölle und schwächere Nachfrage die Ertragslage in den kommenden Jahren ausbremsen?

US-Strafzölle rücken in den Vordergrund

Zu Wochenbeginn haben protektionistische Signale aus Washington für deutliche Unruhe im europäischen Autosektor gesorgt. Konkret stehen neue US-Strafzölle auf europäische Importe im Raum, was die Aktien von Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen spürbar belastet hat.

Mercedes-Benz

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Für Mercedes-Benz ist die Lage besonders sensibel: Als Premiumhersteller mit hoher Exportquote in die USA würden zusätzliche Zölle direkt auf die Margen durchschlagen. Die politische Unsicherheit dominiert damit klar das kurzfristige Kursgeschehen und rückt klassische Faktoren wie Modellpolitik, Kostenmanagement oder Elektrostrategie in den Hintergrund.

Gestern schloss die Aktie bei 57,00 Euro. Damit liegt der Titel rund 19 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 70,10 Euro, zugleich aber deutlich über dem Jahrestief von 47,05 Euro. Der 14‑Tage-RSI von 36,3 signalisiert eine eher schwache Marktverfassung, aber noch kein extremes Überverkauft-Niveau.

Die Fakten im Überblick

  • Neue US-Strafzölle auf europäische Autoimporte werden konkret diskutiert
  • Politische Risiken überlagern operative Entwicklung und Strategie
  • Jahresergebnisse 2025 werden am 12. Februar 2026 veröffentlicht
  • Analystenziele bewegen sich überwiegend im Bereich von 63 bis 70 Euro
  • Für 2026 wird eine eher stabile, aber risikobehaftete Ertragslage erwartet

Der Abstand zum 50‑Tage-Durchschnitt von aktuell 60,33 Euro beträgt rund 5 %, was die zuletzt schwächere Kursentwicklung unterstreicht. Gleichzeitig notiert die Aktie noch über ihrem 200‑Tage-Durchschnitt von 54,80 Euro – ein Hinweis darauf, dass der längerfristige Aufwärtstrend bislang nicht grundsätzlich gebrochen ist, auch wenn der Titel seit Jahresbeginn rund 8 % im Minus liegt.

Analysten bleiben vorsichtig konstruktiv

Die Reaktionen der Analysehäuser fallen differenziert aus, bleiben aber insgesamt verhalten optimistisch. Kurz vor den endgültigen 2025er-Zahlen passen die Experten ihre Modelle an, ohne jedoch extreme Positionen einzugehen.

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  • Jefferies bestätigt ein „Hold“-Votum mit Kursziel 65 Euro
  • JPMorgan bleibt mit „Overweight“ und Kursziel 70 Euro klar positiver
  • Berenberg belässt die Einstufung auf „Hold“, hebt das Kursziel leicht auf 63 Euro an

Die Bandbreite der Kursziele zeigt: Der Markt sieht durchaus Wertpotenzial über dem aktuellen Kursniveau, erkennt aber gleichzeitig die erheblichen Risiken. Besonders im Fokus stehen mögliche Handelsbarrieren sowie eine schwächere Nachfrage in Schlüsselmärkten wie China, die auch 2026 auf die Profitabilität drücken könnten.

Viele Modelle unterstellen für 2026 eine eher stabile Ertragslage. Spielraum nach oben hängt jedoch stark davon ab, ob es bei Zöllen und Handelspolitik zu einer Entspannung kommt – oder ob zusätzliche Belastungen hinzukommen.

Jahreszahlen als Belastungstest

Operativ hat Mercedes-Benz zuletzt wichtige Weichen gestellt, sowohl bei der Elektrifizierung des Portfolios als auch beim Kostenmanagement. Doch diese Fortschritte werden derzeit an der Börse nur begrenzt eingepreist, weil politische Themen die Wahrnehmung dominieren.

Der Blick richtet sich nun klar auf die bevorstehende Zahlenvorlage:

  • Der „Pre-Close Call“ mit Analysten hat erste Hinweise zur Geschäftsentwicklung gegeben
  • Am 12. Februar 2026 legt der Konzern die endgültigen Jahresergebnisse 2025 vor

Diese Veröffentlichung wird zum Belastungstest dafür, wie widerstandsfähig das Geschäftsmodell in einem schwierigeren Umfeld ist. Gelingt es, eine robuste Profitabilität trotz Zolldrohungen, Nachfragerisiken in China und allgemeinem Gegenwind im Autosektor zu zeigen, könnte das zumindest einen Teil des aktuellen Bewertungsabschlags relativieren. Bleiben die Zahlen dagegen hinter den Erwartungen zurück oder verschärft sich die handelspolitische Lage, dürfte der politische Druck auch kursseitig spürbar bleiben.

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