Mercedes-Benz Aktie: Drohnen-Pakt mit Tytan
Mercedes kooperiert mit Tytan Technologies für Drohnenabwehr. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief und verzeichnet deutliche Verluste.

Kurz zusammengefasst
- Kooperation mit Tytan Technologies
- Lieferung von Trägerfahrzeugen für Abwehrsysteme
- Aktie nahe 52-Wochen-Tief
- Rund 23 Prozent Minus seit Jahresbeginn
Mercedes-Benz kooperiert künftig mit dem Drohnen-Abwehr-Start-up Tytan Technologies. Der Stuttgarter Konzern liefert Trägerfahrzeuge für die Abwehrsysteme des jungen Unternehmens. Mobile Sicherheitslösungen für den europäischen Markt sollen entstehen. An der Börse kommt das bislang nicht an.
Rüstung als neues Standbein
Für Mercedes ist der Verteidigungsbereich kein Neuland. Als Bundeswehr-Lieferant hat der Konzern hier bereits Erfahrung. Die Partnerschaft mit Tytan Technologies geht jedoch einen Schritt weiter: Erstmals verbindet Mercedes die eigene Fahrzeugplattform direkt mit spezialisierter Drohnenabwehr-Technologie.
Das Ziel ist klar. Vorstandschef Ola Källenius will die Marke über das klassische Pkw-Geschäft hinaus breiter aufstellen. Neben der neuen Rüstungskooperation plant Mercedes im Juli die Präsentation des neuen AMG GT 4-Türer Coupés mit 1.169 PS — gezeigt auf Sylt.
Aktie nahe Jahrestief
Die strategischen Nachrichten treffen auf eine schwer angeschlagene Aktie. Mit 47,74 Euro schloss das Papier gestern nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 47,17 Euro, das erst am Montag markiert wurde. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 23 Prozent verloren und notiert gut 14 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts.
Der RSI liegt bei 33,9 — kurz vor der technisch überverkauften Zone. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren: Die annualisierte Volatilität von knapp 25 Prozent spiegelt die hohe Unsicherheit im gesamten Automobilsektor wider.
Ob die Drohnen-Partnerschaft und neue Modellhighlights reichen, um den Abwärtstrend zu brechen, zeigt sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen im Sommer.
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