Mercedes-Benz Aktie: JPMorgan sieht 70 Euro
Analysten bewerten Mercedes-Benz unterschiedlich: JPMorgan sieht Potenzial durch AMG-Elektrostrategie, RBC bleibt zurückhaltend. Bank of America erhöht Anteil.

Kurz zusammengefasst
- JPMorgan bestätigt Overweight-Rating
- RBC sieht Margenpotenzial, aber hohe US-Ziele
- Bank of America steigert Stimmrechtsanteil
- Aktie notiert leicht im Plus bei 50,29 Euro
Neue Analystenstudien und frische Signale aus der Aktionärsstruktur geben der Mercedes-Benz Aktie gerade zwei unterschiedliche Impulse. Auf der einen Seite steht AMG mit neuen Elektroplänen im Rampenlicht. Auf der anderen Seite positionieren sich große Investoren sichtbar um.
Der Markt reagiert darauf verhalten, aber nicht passiv. Die Aktie notiert am Donnerstag bei 50,29 Euro und liegt damit leicht im Plus. Seit Jahresbeginn steht sie dennoch klar unter Druck.
Analysten sehen Luxus als Hebel
JPMorgan bleibt bei „Overweight“ und bestätigt das Kursziel von 70 Euro. Analyst Jose M. Asumendi verweist auf die jüngste Vorstellung des vollelektrischen Mercedes-AMG GT 4-Door Coupé. Für ihn stützt die AMG-Offensive die These, dass Mercedes-Benz im margenstarken Luxusgeschäft weiter Spielraum hat.
RBC sieht das etwas nüchterner. Tom Narayan bleibt bei „Sector Perform“ und nennt 56 Euro als Kursziel. Auch er erkennt Margenpotenzial bei AMG, hält die langfristigen Absatzziele für den US-Markt aber für ehrgeizig.
Die Differenz zwischen 70 und 56 Euro zeigt den Kern der Debatte. Es geht nicht nur um neue Modelle. Es geht um die Frage, wie schnell Mercedes-Benz die Elektrifizierung im Luxussegment in echte Erträge übersetzt.
Bank of America baut Position aus
Parallel dazu meldete die Bank of America eine Veränderung ihrer Stimmrechtsposition. Insgesamt liegt sie nun bei 5,42 Prozent. Davon entfallen 0,42 Prozent direkt auf Stimmrechte.
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Der größere Teil steckt in Finanzinstrumenten. Solche Bewegungen fallen am Markt auf, weil sie oft auf neue Erwartungen großer institutioneller Anleger hindeuten. Ein Kauf- oder Verkaufssignal ist das allein nicht. Für die Einordnung der Positionierung ist es trotzdem relevant.
Kurs bleibt unter Druck
Trotz des kleinen Tagesplus bleibt das Bild technisch angeschlagen. Der Titel liegt rund 18,8 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 61,93 Euro. Zum 200-Tage-Durchschnitt fehlen knapp 9,6 Prozent.
Kurzfristig sendet der Chart aber auch ein kleines Lebenszeichen. Die Aktie hat die 20-Tage-Linie nach oben gekreuzt. Der RSI liegt bei 68,8 und damit schon im erhöhten Bereich.
Blick auf das zweite Quartal
Für den weiteren Verlauf rückt nun die operative Entwicklung in den Fokus. Die detaillierten Zahlen zum zweiten Quartal 2026 sollen im Juli kommen. Dann zeigt sich, ob die AMG-Strategie und die Luxusausrichtung auch in den Ergebnissen sichtbar werden.
Beim Kapitalmanagement bleibt Mercedes-Benz ebenfalls aktiv. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten Analysten eine Dividende von 3,34 Euro je Aktie nach 3,50 Euro im Vorjahr. Im Mai hat der Konzern zudem bereits mehr als 3,9 Millionen eigene Aktien zurückgekauft.
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