Mercedes-Benz Aktie: Produkte glänzen, Zahlen drücken
Mercedes-Benz verzeichnet starke Gewinneinbrüche und sinkende Margen, während neue Elektromodelle wie der CLA Shooting Brake auf dem Markt starten. Die Aktie notiert deutlich unter ihrem Jahreshoch.

Kurz zusammengefasst
- Konzerngewinn 2025 um fast 50 Prozent eingebrochen
- Neuer CLA Shooting Brake als Car of the Year 2026
- Pkw-Marge für 2026 auf nur 3 bis 5 Prozent erwartet
- Über 40 neue Modelle in den nächsten drei Jahren geplant
Der neue CLA Shooting Brake feiert Marktstart, wurde zum „Car of the Year 2026″ gekürt und glänzt mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 761 Kilometern. Nur die Aktie will davon nichts wissen — sie notiert rund 16 Prozent unter dem Jahreshoch vom Januar.
Schwaches Fundament belastet den Kurs
Der Ausgangspunkt ist eindeutig: Die Jahreszahlen für 2025 haben das Vertrauen der Anleger erschüttert. Der Konzerngewinn brach um rund 49 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro ein, der Umsatz sank um 9,2 Prozent auf 132,2 Milliarden Euro. Besonders schmerzhaft traf es das Pkw-Kerngeschäft, dessen bereinigte operative Marge auf 5,0 Prozent absackte.
Die Gründe sind bekannt: China schwächelt, US-Importzölle kosteten bereits rund eine Milliarde Euro Ergebnis — und wirken 2026 erstmals ganzjährig. In der Pkw-Sparte rechnet Mercedes-Benz für das laufende Jahr mit einer Marge von nur drei bis fünf Prozent. Das Gesamtjahres-EBIT soll zwar „deutlich über“ Vorjahresniveau liegen, allerdings vor allem wegen des Wegfalls von Restrukturierungskosten — kein organischer Aufwärtstrend.
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Modelloffensive als Gegenpol
Auf der Produktseite setzt Mercedes-Benz dagegen. Der elektrische CLA Shooting Brake ergänzt ab sofort die neue CLA-Familie: 268 PS mit Hinterradantrieb oder 349 PS als Allradvariante, beide mit einer 85-kWh-Batterie. Zehn Minuten Laden reichen für weitere 310 Kilometer Reichweite. Fünf Sterne im Euro NCAP runden das Bild ab.
Ob die neue Modellgeneration — darunter auch eine elektrische E-Klasse — den nötigen Nachfrageschub in China liefert, um den Margendruck zu kompensieren, bleibt vorerst offen. Der Konzern hat über 40 Neuheiten für die kommenden drei Jahre angekündigt, der Umsatz 2026 soll aber zunächst nur das Vorjahresniveau halten.
Am 29. April legt Mercedes-Benz die Q1-Zahlen vor. Analysten erwarten für das Gesamtjahr 2026 ein Ergebnis je Aktie von 5,87 Euro — ein erster konkreter Anhaltspunkt, ob die Trendwende operativ greifbar wird.
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