Meta Aktie: ByteDance-Werbung in den USA untersagt
Muse Wonder und Muse Wonder Full beflügeln Meta, während Werbebeschränkungen und laufende Prüfungen den Konzern begleiten.

Kurz zusammengefasst
- Meta-Aktie legt 3,9 Prozent zu
- Zwei leistungsstarke Muse-Modelle vorgestellt
- ByteDance-Werbung auf Meta-Kanälen untersagt
- Ofcom prüft Instagram Instants
Die Einführung neuer Spitzenmodelle im Bereich der künstlichen Intelligenz hat Meta gestern Auftrieb verliehen: Das Papier kletterte am Montag um 3,9 Prozent auf einen Schlusskurs von 666,20 Euro. Der Konzern stellte mit Muse Wonder sowie Muse Wonder Full seine bislang leistungsfähigsten KI-Modelle vor. Die Präsentation überzeugte die Marktteilnehmer und sorgte bereits im US-Handel für deutliche Zugewinne.
Wachsende Erwartungen an das KI-Geschäft
Mit den beiden neuen Modellvarianten baut der Technologiekonzern seine Bemühungen im Bereich generativer Systeme weiter aus. Nach Angaben von Meta handelt es sich um die bisher fähigsten Ausführungen der hauseigenen KI-Reihe. Die Veröffentlichung stärkt die Zuversicht der Anleger, dass sich die massiven Investitionen in Rechenkapazitäten und Entwicklungsarbeit künftig auszahlen werden.
Wie groß das finanzielle Potenzial langfristig sein könnte, verdeutlichte unlängst Citigroup: Die Analysten schätzten am 6. Oktober, dass der KI-Assistent Muse bis zum Jahr 2030 mehr als 27 Milliarden $ an Umsatz erwirtschaften könnte. Als wesentliche Treiber für diese Entwicklung nannte das Analysehaus die zunehmende Nutzerakzeptanz und die wachsende Verweildauer auf den Plattformen des Konzerns.
Die Kursgewinne bringen den Titel wieder dicht an bisherige Höchststände heran. Nach dem jüngsten Zuwachs trennt die Aktie nur noch ein Abstand von 2,9 Prozent von ihrem 52-Wochen-Hoch bei 685,90 Euro.
Werbeblockade gegen Konkurrenten
Neben den Fortschritten bei der Software setzt Meta auch im Wettbewerb um Marktanteile klare Akzente. Am 8. Oktober untersagte das Unternehmen Werbeanzeigen von ByteDance, dem Mutterkonzern der Plattform TikTok, auf den eigenen Kanälen in den Vereinigten Staaten sowie mehreren weiteren Ländern.
Ein Unternehmenssprecher bestätigte diesen Schritt. Damit bremst Meta die Werbeaktivitäten eines direkten Rivalen auf den reichweitenstärksten Plattformen der Branche aus.
Behördliche Prüfungen und Klagen
Gleichzeitig bleibt der regulatorische Druck auf das Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks spürbar. Am 6. Oktober leitete die britische Medienaufsicht Ofcom ihre erste formelle Untersuchung gegen Meta im Rahmen des Online Safety Act ein. Die Behörde prüft dabei, ob der Konzern die Risiken durch die Funktion Instagram Instants angemessen bewertet hat.
Zudem reißt die juristische Auseinandersetzung in den USA nicht ab. Am 7. Oktober forderte der US-Bundesstaat Florida im Rahmen eines laufenden Verfahrens einen Richter dazu auf, Änderungen an Instagram und Facebook anzuordnen, um jüngere Nutzer besser zu schützen. Derartige Streitigkeiten verdeutlichen, dass der Konzern seine Plattformen auch künftig gegen strenge rechtliche Vorgaben absichern muss.
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