Meta baut seine Infrastruktur für das KI-Zeitalter weiter aus – und setzt dabei auf grünen Strom aus Texas. Gleichzeitig wird der Ton im Tech-Sektor rauer: Alphabet hebt die Investitionslatte deutlich an, und in Indien droht der nächste regulatorische Knoten. Wie viel Spielraum bleibt da noch für Margen und Wachstum?
Grüner Strom für hungrige KI-Rechenzentren
Heute hat Meta einen Power Purchase Agreement (PPA) mit Zelestra für das Skull-Creek-Solarkraftwerk in Texas abgeschlossen. Der Konzern sichert sich damit die Produktion einer Solaranlage mit 176 MWdc.
Der Schritt ist mehr als Symbolpolitik. KI-Rechenleistung frisst Energie – und wer seine Rechenzentren stabil betreiben will, braucht planbare Stromquellen. Erneuerbare Verträge helfen Meta dabei, den steigenden Bedarf abzufedern, ohne die eigenen Klimaziele zu verwässern. Gleichzeitig wächst die Zusammenarbeit mit Zelestra: Insgesamt sind damit sieben US-Projekte geplant, die bis 2028 zusammen 1,2 GWdc Solarleistung erreichen sollen.
Alphabet erhöht den Einsatz – und verschiebt die Messlatte
Der zweite Treiber kommt aus der Konkurrenz. Alphabet will seine Investitionen 2026 laut Berichten auf 175 bis 185 Milliarden US-Dollar nahezu verdoppeln. Das sendet ein klares Signal: Der Wettlauf um KI-Infrastruktur wird teurer – und zwar für alle.
Für Meta entsteht dadurch indirekter Druck, die eigenen Pläne zu rechtfertigen und gegebenenfalls nachzuschärfen. Denn auch Meta hat für 2026 bereits hohe KI-Investitionen angekündigt: rund 135 Milliarden US-Dollar. Anleger schauen deshalb besonders auf eine Kennzahl, die in dieser Phase schnell unter die Räder kommen kann: den freien Cashflow.
Wichtige Punkte im Überblick:
– Meta sichert sich Solarstrom (176 MWdc) für den Ausbau der KI-Kapazitäten.
– Alphabet setzt mit 175–185 Mrd. USD CAPEX 2026 einen neuen Branchen-Benchmark.
– Sektorweit steigende CAPEX könnten die Cashflow-Margen im Big-Tech-Bereich belasten.
Indien: Gericht setzt harte Leitplanken für WhatsApp
Zusätzlich wächst der rechtliche Druck in Indien – Metas größtem Markt nach Nutzerzahl. Der Oberste Gerichtshof Indiens hat dem Unternehmen gestern ein Ultimatum gestellt: strikte Einhaltung lokaler Vorgaben oder im Extremfall das Risiko, den Betrieb im Land einstellen zu müssen.
Im Kern geht es um WhatsApps Datenschutz-Update von 2021 und die Frage, wie Nutzermetadaten mit Facebook und Instagram geteilt werden. Das Gericht verlangt laut Bericht eine eidesstattliche Erklärung, dass Nutzerdaten nicht für Werbezwecke verwendet werden. Für Meta ist das heikel, weil genau hier die Monetarisierung in einer zentralen Wachstumsregion berührt wird.
Abseits der Nachrichtenlage zeigt der Kurs vor allem kurzfristigen Druck: In den letzten sieben Tagen liegt die Aktie 7,10% im Minus. Entscheidend wird nun, ob Meta seine Investitionsstory (KI und Infrastruktur) überzeugend erklärt – und gleichzeitig in Indien eine Lösung findet, die das Geschäft nicht ausbremst.
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